Physik am Nullpunkt der Temperatur – Warum Physiker die Kälte mögen!
Juniorprof. Jan Arlt vom Institut für Quantenoptik erläutert am Sonnabend, 24. Mai 2008, 11 Uhr, im Großen Physiksaal (E214) der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, die Physik tiefer Temperaturen und berichtet über aktuelle Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der kalten Quantengase.
Tiefe Temperaturen sind in vielen Bereichen der experimentellen Physik von großer Bedeutung. Sie ermöglichen einen Zugang zu Quantenphänomenen, die bei Raumtemperatur kaum zu beobachten sind. Heutzutage bilden tiefe Temperaturen die Grundlage für fast alle Bereiche der Festköperphysik, der Atomphysik und der Kernphysik.
Die Vorlesung wird diesen Weg anhand einiger Experimente nachzeichnen und demonstrieren, wie entscheidende Phänomene unter entsprechenden Bedingungen mit einfachsten Mitteln beobachtet werden können. Im Verlauf der Vorlesung sinkt die Temperatur dabei bis nahe an den absoluten Nullpunkt, minus 273 Grad Celsius. Am Ende wird die Herstellung des dann wahrscheinlich kältesten Punkts der Erde gezeigt!
Juniorprofessor Arlt leitet die Arbeitsgruppe Ultrakalte Quantengase am Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersucht und nutzt er das Verhalten quantenmechanischer Teilchen nahe des Nullpunkts der Temperatur.
