Maschinen sollen ihre Aufgaben möglichst alleine erfüllen, im besten Fall muss überhaupt kein Mensch anwesend sein. Wenn etwas schief läuft, soll der Techniker aber möglichst rasch informiert werden, auch in der Nacht oder am Wochenende. Dazu braucht es eine ausgeklügelte Fernüberwachung. Die Automatisierungsspezialisten von Siemens zeigen auf der Hannover Messe (15. bis 20 April) eine Mikrosteuerung vom Typ Simatic mit einem Modem-Modul, das den Wartungsmann per SMS benachrichtigt, wenn etwas unvorhergesehenes eintritt. Die Simatic wird etwa in Backmaschinen oder Kläranlagen eingesetzt und übernimmt den mechanischen und elektronischen Arbeitsablauf, der von Sensoren überwacht wird. Wenn diese eine Abweichung registrieren – etwa einen zu hohen Wasserstand nach einem Platzregen – geben sie die Meldung an die Steuerung weiter. Sie alarmiert dann den Techniker auf dem Handy. Über das Modem kann der Techniker sogar Kontakt mit der Maschine aufnehmen. Je nach Störfall gibt er der Steuerung neue Anweisungen und behebt den Fehler sofort oder macht sich auf den Weg ins Werk. Die Einstellungen für die SMS-Überwachung werden an einem PC vorgenommen, der Text ist je nach Störfall frei programmierbar. Die Nachricht kann auch an ein Call Center gehen. Da das Modem zahlreiche Länderstandards unterstützt, kann es nahezu weltweit eingesetzt werden.
