Kommunikation Medien

Studie: Wissenschaftsjournalismus vs. Neue Medien

Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Joachim Allgaier vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin und seine vier Koautoren in der Fachveröffentlichung „Journalism and Social Media as Means of Observing the Contexts of Science“.

Für die Studie befragten Allgaier und Kollegen 257 Neurowissenschaftler in den USA und Deutschland. Sie erscheint im renommierten Fachmagazin „BioScience“ des American Institute of Biological Sciences (AIBS).

Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, welches Kommunikationsmedium – Journalismus oder Soziale Medien/Blogs – von den Wissenschaftlern bevorzugt wird. In der Wissenschaftskommunikation vor allem in den USA wird die Rolle von Science Blogs und Sozialen Netzwerken als immer bedeutsamer eingeschätzt.

Doch die Ergebnisse von Allgaier und seinen Kollegen – Prof. Sharon Dunwoody und Prof. Dominique Brossard von der University of Wisconsin sowie Yin-Yueh Lo und Prof. Hans Peter Peters vom Jülicher Institut – relativieren die gegenwärtige Bedeutung der neuen Medien.

Ihr Fazit: Obwohl viele der befragten Neurowissenschaftler auch den Neuen Medien einen wichtigen Einfluss auf die öffentliche Meinung und politische Entscheidungen zusprechen, neigen sie nicht dazu, diese Medien als Informationsquelle über die öffentliche Darstellung aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse und Entwicklungen selbst zu nutzen. Zudem werden journalistische Medien noch häufiger als die Neuen Medien als einflussreich wahrgenommen.

Originalveröffentlichung:
Journalism and Social Media as Means of Observing the Contexts of Science. Joachim Allgaier, Sharon Dunwoody, Dominique Brossard, Yin-Yueh Lo, Hans Peter Peters. BioScience, Band 63, Heft 4, http://www.jstor.org/stable/10.1525/bio.2013.63.4.8

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften:

http://www.fz-juelich.de/inm/inm-8/DE/Home/home_node.html



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