Kommunikation Medien

Realitätsbezug im Fernsehen sorgt für gute Quoten

Neun Länder launchen in acht Monaten 1.739 Programme

TV-Zuschauer verbringen immer mehr Zeit vor den Bildschirmen – das ist derzeit der allgemeine Trend beim Fernsehkonsum. Von dieser Tendenz konnten in den vergangenen acht Monaten in neun Ländern vor allem die 1.739 neuen TV-Programme profitieren, so das Ergebnis einer Studie des Berliner Marktforschers Goldmedia. Gleichzeitig macht sich ein weiterer Trend bemerkbar: Immer mehr sind bei Zuschauern jene Programme gefragt, die nicht nur einen großen Realitätsbezug haben, sondern diese realen Themen ganz unverblümt und mit großer Transparenz darstellen.

Authentizität ist mittlerweile so wichtig für den Erfolg von TV-Programmen, dass sogar TV-Dramen Einflüsse davon zeigen. Gleichzeitig ist das Genre Fiction generell wieder stark im Kommen. Zu den Fiction-Programmen, die in besonderer Weise realistisch und authentisch sind, gehören in den untersuchten Ländern vor allem Kriminalserien über spektakuläre Fälle und Aufsehen erregende Kriminaltechniken. Ebenfalls weiter gestiegen ist die Bedeutung von TV-Dokumentationen. In der vergangenen Saison haben sie in allen der untersuchten Länder die Bildschirme erobern können und sich fest in den Programmplänen etabliert.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass mit Prominenten wie eh und je hohe Quoten erzielt werden können. Vor allem die reichsten und berühmtesten Promis sorgen für gute Einschaltquoten – oder zumindest dafür, dass im Nachhinein über die betreffende Sendung geschrieben und gesprochen wird.

Zu den neun von der Studie analysierten Ländern gehören Australien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Schweden, Spanien und die USA. Untersucht wurde der Zeitraum vom 1. September 2004 bis zum 30. April 2005.



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