Nur Plus 4,4 Prozent im ersten Quartal 2005
Das Jahr 2005 hat für die US-Werbewirtschaft mit einem schwachen Wachstum von lediglich 4,4 Prozent begonnen. Insgesamt wurden in den USA 33,5 Mrd. Dollar für Werbung ausgegeben. Über kräftiges Wachstum konnte sich vor allem Kabelfernsehen mit einem Plus von 18,2 Prozent freuen, das weiter am Werbekuchen des terrestrischen Fernsehens (plus 3,8 Prozent) knabbert. Auch Online-Werbung wuchs beinahe doppelt so stark wie die Werbeausgaben insgesamt, wie aus dem aktuellen Bericht des US-Marktforschers TNS Media Intelligence hervorgeht.
“Es ist klar, dass die Werber im ersten Quartal 2005 finanziell vorsichtiger waren”, so Steven Fredericks von TNS Media Intelligence. Grund seien die widersprüchlichen ökonomischen Indikatoren und schwankendes Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaft. Das größte Wachstum verzeichneten lokale Magazine, allerdings von einem geringen Niveau ausgehend: Sie legten um 26,2 Prozent auf knapp 104 Mio. Dollar zu. Das größte Stück am Werbekuchen geht an die lokalen Tageszeitungen mit 5,87 Mrd. Dollar, was allerdings eine Stagnation der Werbeausgaben bedeutet. Nationale Tageszeitungen legen bei der Werbung nur 2,3 Prozent zu (802 Mio. Dollar). Terrestrisches Fernsehen (Network TV) kommt auf 5,8 Mrd. Dollar, Kabelfernsehen auf 3,5 Mrd. Dollar. Kräftig gewachsen sind auch Magazine mit 4,7 Mrd. Dollar (plus 9,5 Prozent). Auch Sonntagsausgaben ziehen mehr Interesse der Werber auf sich: Die Werbeausgaben legen um 14,5 Prozent auf 398 Mio. Dollar zu.
Im Internet gaben US-Werber in den ersten drei Monaten des Jahres 1,95 Mrd. Dollar aus, um 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegt der Anteil der Online-Werbung an den gesamten Werbeinvestitionen in den USA immerhin schon bei 5,8 Prozent. In Österreich war das Internet im April 2005 einmal mehr der Wachstumsmotor bei den Werbeausgaben. Im Vergleich zum Vorjahr wurde im April laut Focus Media Research um 21,8 Prozent mehr für Online-Werbung ausgegeben. Das sind (je nach Berechnungsmethode) 0,97 bis 1,2 Prozent der gesamten Werbeausgaben, also deutlich weniger als in den USA.
