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Guthaben der Handykarte einfach abrufbar

Neue Businessmodelle und mobile Dienste stellen enorme Anforderungen an die Komplexität der Mobilfunk-Abrechnungssysteme. Speziell für den indonesischen Markt hat Siemens deshalb die Lösung charge@once zur Gebührenerfassung geliefert, die sich in die IT-Infrastruktur des vorhandenen Abrechnungssystems des Mobilfunkbetreibers Telkomsel integrieren lässt.

Waren Online-Charging-Systeme bisher hauptsächlich für Kunden mit Guthabenkarte (prepaid) im Einsatz, können mit charge@once jetzt auch Bezahl-Transaktionen von allen Kunden in Echtzeit verarbeitet werden. Damit können die Teilnehmer unabhängig von der Bezahlart ihre Kreditlimits prüfen und vor der Nutzung von Diensten einen Kostenhinweis erhalten. Aber auch der Mobilfunkbetreiber profitiert von dem System: Er kann flexibel Tarife und Produktpakete anpassen sowie Bonusprogramme einrichten. Charge@once wird derzeit ins Telkomsel-Netz integriert und stößt auch bei Mobilfunkbetreibern aus Europa auf Interesse.

Indonesien mit neun großen und mehr als 6000 bewohnten kleinen Inseln ist ein Mobilfunkmarkt mit hohem Wachstumspotenzial, in dem derzeit noch niedrige Pro-Kopf-Umsätze erzielt werden. Die Netzwerklösung SmartInspire unterstützt Telkomsel durch besonders effektive Auslastung der Netzressourcen, um neue Kunden unter den 220 Millionen Einwohnern zu gewinnen und umsatzschwache Segmente profitabel zu bedienen. SmartInspire ist generell für Entwicklungs- und Schwellenländer geeignet, in denen noch kein Mobilfunknetz besteht.

Für dünn besiedelte Gebiete entwickelten die Siemens-Ingenieure besonders leistungsstarke Basisstationen. Sie decken weite Flächen ab und können mit sensiblen Eingangsfiltern auch Signale von sehr weit entfernten Handys empfangen. So verringert sich die Anzahl der Basisstandorte, was die Kosten deutlich senkt. Günstiger für den Betreiber und letztlich die Kunden sind auch dezentrale Vermittlungsstellen. So muss nicht jedes Gespräch über die oft weit entfernte Zentrale laufen.

Gespräche von besonders umsatzstarken Kunden können in Zeiten überlasteter Netze eine höhere Priorität bekommen. Mit SmartInspire können Mobilfunkbetreiber ihr Netz auch auf Gebiete ausdehnen, in denen noch kein Festnetz existiert. Prepaid-Kunden können dann in einer Zelle mit 30 Kilometern Durchmesser – sozusagen ihrem Heimatbereich – immer den günstigsten Tarif nutzen.



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