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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Moorwiedervernässung in Zeiten des Klimawandels

Neue Studie in Kooperation der Universität Rostock und des Deutschen GeoForschungszentrums Potsdam zeigt unerwartete Auswirkungen der Dürre auf wiedervernässte Moore. Zeitweiliges Trockenfallen kann die langfristige Entwicklung der Zielvegetation beschleunigen. Zudem kann der schnelle Zuwachs an Biomasse den trockenheitsbedingten Anstieg der Kohlendioxidemissionen ausgleichen. Der Klimawandel stellt auch den Naturschutz vor neue Herausforderungen. Bei der Wiedervernässung von Mooren werden Ziele des Habitat- und Artenschutzes mit Klimaschutzzielen verbunden. Dabei gilt eine ausreichende Wasserversorgung als entscheidend, um eine weitere Degradierung des Torfes und damit…

Agrar- Forstwissenschaften

Bioenergie mit und für Bienen produzieren

Neu gezüchtete Hirse-Dualtypen eignen sich für insektenfreundlichen Mischanbau mit Blühpflanzen und profitieren von besserer Bestäubung. Biogas-Energiepflanzen könnten einen großen Beitrag zur Vielfalt auf dem Acker leisten. Es kommt nur auf die richtige Auswahl bzw. das richtige Anbausystem an. Die Justus-Liebig-Universität Gießen und drei Partner setzen dazu auf einen neu gezüchteten Hirsetyp, der neben einem hohen Methanertrag auch ideale Eigenschaften für den Mischanbau mit Blühpflanzen mitbringt. Die Forscher suchen in ihrem vor kurzem gestarteten Projekt nach den besten Partnern für die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Beim Design schon ans Recycling denken – für den Kunstrasen der Zukunft

Textilien sind viel mehr als nur Kleidung. Für Kunst- wie Naturfasern ist vielmehr die Industrie ein zentraler Abnehmer. Deren Textil-Produkte aber sind häufig verbrauchernah – das gilt z.B. für die Freizeitbranche oder den Sportplatzbau, so für Kunstrasen. Wie Angewandte Forschung in Kooperation mit der Wirtschaft hier zu hochwertigen Recycling-Lösungen kommen kann, erklären wir im dritten und abschließenden Teil unserer Serie zum „Design for Recycling“. Auf Sportplätzen werden Textilien gewissermaßen mit Füßen getreten, nämlich wenn auf Kunstrasen gespielt wird. Allein in…

Geowissenschaften

MOSAiC-Flugkampagne: Erste Arktis-Messflüge seit Beginn der Corona-Pandemie

Deutsche Polarforschungsflugzeuge starten von Spitzbergen aus zu Meereis- und Atmosphärenmessungen über dem Arktischen Ozean Nach einer fünfmonatigen Corona-bedingten Zwangspause starteten die beiden deutschen Polarforschungsflugzeuge Polar 5 und Polar 6 am Sonntag, den 30. August von Spitzbergen aus zu ihren ersten Arktis-Messkampagnen des Jahres. Die wissenschaftlichen Messflüge bis weit in die zentrale Arktis hinein dienen der Erforschung von Atmosphäre und Meereis und ergänzen das umfangreiche Forschungsprogramm der MOSAiC-Expedition. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die Wolkenbildung über dem Arktischen Ozean sowie die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Plastikpartikel gelangen tief in den Boden

Plastikabfall gelangt in viel tiefere Schichten des Bodens als bislang angenommen. Das haben Marburger Geographen herausgefunden, indem sie die Lahnauen in Mittelhessen untersuchten. Natürliche Ablagerungsprozesse allein können das Eindringen in tiefe Schichten nicht erklären, schreiben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Environmental Pollution“. Dass Plastikreste die Meere vermüllen, hat sich herumgesprochen – schätzungsweise erreichen jedes Jahr mehr als 5 Millionen Tonnen Kunststoffabfall die Ozeane, das entspricht fast dem hundertfachen Gewicht des Luxusdampfers „Titanic“. Doch die Verschmutzung macht nicht…

Geowissenschaften

Künstliche Intelligenz lernt kontinentale Hydrologie

Mit Hilfe von Satelliten können Veränderungen der auf den Kontinenten gespeicherten Wassermassen erfasst werden. Die dazu notwendigen Datensätze zum Schwerefeld der Erde stammen aus den Satellitenmissionen GRACE und GRACE-FO. Am Beispiel des südamerikanischen Kontinentes entwickelten Erdsystem-ModelliererInnen vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ nun eine neue Deep-Learning-Methode, mit der sowohl groß- als auch kleinskalige Veränderungen des Wasserspeichers aus Satellitendaten quantifiziert wurden. Die komplexe Verteilung der kontinentalen Wassermassen in Südamerika wurde mit einer neuen Deep-Learning-Methode aus Satellitendaten bestimmt. Mit Hilfe von Satelliten können Veränderungen…

Agrar- Forstwissenschaften

Landnutzungswandel führt zu stärkeren Überschwemmungen in Indonesien

Internationales Team unter Göttinger Leitung untersucht Auswirkungen auf lokale Wasserkreisläufe  Während hohe Treibhausgasemissionen und Biodiversitätsverlust häufig mit dem rapiden Landnutzungswandel in Indonesien in Verbindung gebracht werden, blieben Auswirkungen auf lokale Wasserkreisläufe bisher weitgehend unbeachtet. Dazu veröffentlichten Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen sowie der IPB University in Bogor und des BMKG in Jakarta nun eine neue Studie. Sie zeigen, dass die Ausweitung von Monokulturen wie Ölpalm- und Kautschukplantagen zu häufigeren und stärkeren Überschwemmungen führt. Diese Entwicklungen erklären das fachübergreifende Autorenteam…

Geowissenschaften

Wie das Gehirn Landkarten verarbeitet

Was passiert im Gehirn, wenn wir eine Landkarte betrachten? Und wie können wir ihm helfen? Diese Fragen hat das Team eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts unter Leitung von Prof. Dr. Frank Dickmann, Lehrstuhl Kartographie der Ruhr-Universität Bochum, untersucht. Das Projekt, das jetzt abgeschlossen ist, zeigte unter anderem, dass Gitterlinien über der Karte für eine bessere Orientierung sorgen, ohne störend zu sein. Daraus folgern die Forscherinnen und Forscher, dass Gitterstrukturen im Gehirn anders verarbeitet werden als Ortsinformationen. Beteiligt an…

Geowissenschaften

Selbst Tyrannosaurus rex hätte einen Bandscheibenvorfall erleiden können

Die Bandscheiben sind die Bindeglieder zwischen den Wirbelkörpern und geben der Wirbelsäule ihre Beweglichkeit. Die Scheibe besteht aus einem knorpeligen Faserring und einem Gallertkern als Puffer. Seit jeher wurde angenommen, dass nur Menschen und andere Säugetiere Bandscheiben haben. Ein Irrtum, wie nun eine Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn herausgefunden hat: Selbst Tyrannosaurus rex hätte einen Bandscheibenvorfall erleiden können. Die Ergebnisse sind nun im Journal “Scientific Reports” veröffentlicht. Heutige Schlangen und andere Reptilien haben keine Bandscheiben, sondern ihre Wirbel sind…

Geowissenschaften

Das Rauschen aus den Daten holen

Forschungsteam hilft bei Neubestimmung der Radiokarbon-Eichkurve Die Radiokarbondatierung ist die Standardprozedur wenn es darum geht, das Alter von beispielsweise archäologischen Funden wie Knochen zu bestimmen. Auch zurückliegende Klimaereignisse lassen sich damit datieren. Bei besonders alten Proben waren die Ergebnisse bislang oft ungenau und es gab große zeitliche Abweichungen von teils mehreren tausend Jahren. Ein internationales Projekt unter Beteiligung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat die Eichkurven für die Radiokarbondatierung in der Nördlichen und Südlichen Hemisphäre und im Ozean…

Geowissenschaften

Menschgemachter CO2-Anstieg ist einzigartig

Auch in früheren Warmzeiten gab es sprunghafte Erhöhungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der heutige, vom Menschen verursachte CO2-Anstieg ist allerdings mehr als sechsmal grösser und fast zehnmal schneller als die damaligen Sprünge. Zu diesem Schluss kommt ein europäisches Forschungsteam unter der Leitung der Universität Bern. Eine an der Universität Bern entwickelte neue Messtechnologie ermöglicht einen ungeahnt detaillierten Einblick in die Klimavergangenheit. Dank hochauflösenden Messungen konnten die vergangenen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre mit Hilfe von Eisbohrkernen aus der Antarktis so…

Geowissenschaften

Wie Gewitterzellen miteinander ‚kommunizieren‘

Ein Großteil der Niederschläge in den Tropen fällt aus Zusammenschlüssen mehrerer Gewitterzellen zu einem großen Gewitterkomplex – in der Fachsprache mesoskalige Konvektivsysteme genannt. Eine neue Studie von Forschenden des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT), der Jacobs University und der Universität Kopenhagen gibt jetzt weitere Aufschlüsse über die Vorgänge bei der Entstehung großer Gewitteransammlungen. Die Ergebnisse der Modellsimulation sind kürzlich in der Fachzeitschrift npj Climate and Atmospheric Science erschienen. Mesoskalige Konvektivsysteme (kurz: MCSs von ‚mesoscale convective system‘) sind Gewitterkomplexe von mindestens…

Agrar- Forstwissenschaften

Raps unter Druck – besonders in Europa

Raps wirtschaftlich zu produzieren wird in Europa zunehmend schwieriger. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk agri benchmark Cash Crop jetzt einen Bericht über die Herausforderungen und Perspektiven der Rapsproduktion in Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien, Australien und Kanada veröffentlicht – mit einem umfassenden Überblick über alle Fragen des Rapsanbaus sowie über die Alternativen zu den derzeitigen Methoden des Pflanzenschutzes. Raps wirtschaftlich zu produzieren wird in Europa zunehmend schwieriger. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk agri benchmark Cash Crop jetzt zusammen mit…

Geowissenschaften

MOSAiC-Expedition erreicht Nordpol

Forschungsschiff Polarstern überquert auf finalem Expeditionsabschnitt den nördlichsten Punkt der Erde Am 19. August 2020 um 12:45 Uhr erreichte der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern den Nordpol. Dabei hat das Schiff eine Route nördlich Grönlands genommen – durch ein Seegebiet, das in der Vergangenheit von dichter Bedeckung mit teilweise mehrjährigem Eis geprägt war. Die Reise von der nördlichen Framstraße bis zum Pol hat lediglich sechs Tage gedauert. Zur Feier des Anlasses versammelten sich viele Expeditionsteilnehmende auf der Brücke, starrten gebannt auf die…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Plastik in Ozeanen: Schwimmende Müllschlucker sind nicht die Lösung

Die Reinigung der Meere von Plastikmüll kann nicht mithilfe von Technologien wie dem niederländischen Projekt „Ocean Cleanup“ erreicht werden. Die private Initiative strebt eine Reinigung mithilfe von schwimmenden Barrieren an, die das Plastik sammeln und an Land bringen. Doch dieser Beitrag zur Säuberung der Ozeanoberfläche ist sehr gering, so das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten wissenschaftlichen Studie. Die Reinigung der Meere von Plastikmüll kann nicht mithilfe von Technologien wie dem niederländischen Projekt „Ocean Cleanup“ erreicht werden. Die private Initiative strebt eine…

Geowissenschaften

Auf den Spuren einer Vulkanexplosion

Vulkanologen des GEOMAR erforschen 6000 Jahre alte Eruption in Mittelamerika Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben in Nicaragua einen ganz besonderen Vulkankrater, die Masaya Caldera, untersucht. Bisher war nicht bekannt, welche Eruption seinen speziellen Krater, eine Caldera, geformt hat. Jetzt haben die Vulkanologen aus ca. 6000 Jahre alten Ablagerungen neue Erkenntnisse über die Entstehung des Kraters gewonnen. Die Studie ist kürzlich in der internationalen Fachzeitschrift Journal of Volcanology Geothermal Research erschienen. Die Masaya Caldera, wie der Krater genannt…

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