Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Warmwasser, Heizung, Licht: Rund ein Drittel der Energie, die wir verbrauchen, wird für die Bewirtschaftung von Gebäuden genutzt. Dabei können Gebäude, wenn sie richtig ausgerüstet und vernetzt werden, sogar selbst zu Energiequellen werden und wesentlich dazu beitragen, die Energieziele zu erreichen, die sich Berlin gesetzt hat. Das zeigt der Report „Vernetzte Energie im Quartier“, den die Technologiestiftung Berlin jetzt vorlegt und den die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert hat. Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Seit…
Internationale MOSAiC-Expedition erfolgreich beendet Forschende vom TROPOS und der Universität Leipzig leisten Beitrag zum Gelingen der größten Arktis-Expedition Mit der Rückkehr der Polarstern ist die größte Arktis-Expedition aller Zeiten erfolgreich zu Ende gegangen. Über ein Jahr war der deutsche Forschungseisbrecher dabei in 5 Etappen mit über 400 Personen aus 20 Ländern unterwegs, um das Epizentrum des Klimawandels präziser zu erforschen, als es jemals zuvor möglich war. Zum Abschluss der rund 140 Millionen Euro teuren Expedition hat das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für…
Blütenstände von Gräsern haben häufig sehr unterschiedliche Formen. Einem internationalen Forscherteam unter Führung des IPK ist es nun gelungen, ein Gen zu identifizieren, das dabei eine entscheidende Rolle spielt und dafür sorgt, dass Gerste die charakteristischen schlanken Ähren ohne größere Verzweigungen ausbildet. Im Vergleich zu anderen Gräsern hat das Gen COMPOSITUM1 (COM1) im Laufe der Evolution eine neue Funktion erhalten. Die Ergebnisse wurden heute im Magazin Nature Communications veröffentlicht. Eine zentrale Rolle bei der Ausprägung des Blütenstandes von Gräsern spielt…
Invasive Froschart im Nahrungsnetz der Inselgruppe untersucht Senckenberg-Wissenschaftler Raffael Ernst hat zusammen mit Kolleg*innen der „Charles Darwin Foundation“ und einem internationalen Team die Rolle des Knickzehenlaubfroschs Scinax quinquefasciatus im Nahrungsnetz des Galápagosarchipels untersucht. Der Frosch wurde Ende der 1990er-Jahre auf die Inselgruppe eingeschleppt und breitet sich seitdem dort aus. Die Wissenschaftler*innen zeigen in ihrer heute im Fachjournal „NeoBiota“ erschienenen Studie, dass die eingeschleppten Frösche keine natürlichen Feinde haben, die den Bestand maßgeblich verringern könnten. Das Team empfiehlt daher die Auswirkungen…
Winzige Kristalle erlauben Einblicke in die Erdgeschichte. Geologische Prozesse in der Erde finden auf sehr unterschiedlichen Zeitskalen statt – gerade kurz anhaltende Prozesse stellen Forscherinnen und Forscher vor Herausforderungen. Das Team der neuen Forschungsgruppe 2881 entwickelt Methoden für die Analyse von Vorgängen in magmatischen Systemen auf kurzen Zeitskalen. Angesiedelt ist sie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), außerdem ist die Leibniz-Universität Hannover beteiligt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeiten der Gruppe „Diffusions-Chronometrie von magmatischen Systemen“ mit rund 2,9 Millionen Euro für…
Tiefseebergbau könnte eine Möglichkeit bieten, dem zunehmenden Bedarf an seltenen Metallen zu begegnen. Seine Umweltauswirkungen sind vermutlich erheblich, dennoch sind sie nur wenig erforscht und es fehlt an klaren regulierenden Standards. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen beschreiben nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden, Belgien, Portugal, Deutschland und Großbritannien, dass Störungen durch Tiefseebergbau langfristige Auswirkungen auf den Kohlenstofffluss und den mikrobiellen Kreislauf in Tiefseeböden haben. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in der Zeitschrift Progress in Oceanography….
Das Bundesforschungsministerium fördert das innovative Verbundprojekt „KlimaPhoNds“, das maßgeblich vom Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum (CUTEC) der TU Clausthal umgesetzt wird, mit 4,6 Millionen Euro. Beginn des Forschungsvorhabens ist in diesem Oktober. Klärschlamm ist ein wertvoller Energie- und Rohstoffträger. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft muss es das Ziel sein, sämtliche Ressourcen aus dem Klärschlamm zu nutzen. Hierzu gehört nicht nur Phosphor, sondern zum Beispiel auch Stickstoff, Metalle und Mineralstoffe, aber auch die im Klärschlamm gebundene Energie. Das Projekt „KlimaPhoNds“ zielt auf eine…
Jedes Jahr landen rund vier Prozent des an Land anfallenden Plastikmülls im Meer. Während die Wege der größeren Plastikstücke bereits gut nachvollzogen werden können, gibt das Schicksal des Mikroplastiks im Meer der Wissenschaft noch Rätsel auf. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt erstmals in einer Studie modellieren, wie und wo biologische Prozesse Mikroplastik von der Oberfläche in tiefere Schichten des Wassers transportieren. Diese Prozesse könnten für den Großteil des Mikroplastiktransports verantwortlich sein, so die Studie,…
Genauere saisonale Prognosen zu erarbeiten, um die Lebensmittelversorgung für insgesamt 365 Millionen Menschen in elf ostafrikanischen Ländern zu verbessern – darauf zielt das neue EU-Projekt CONFER. Vor allem die Niederschlagsvorhersagen gelten als entscheidend, um die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist als einer von neun Partnern an dem internationalen Projekt beteiligt. Die Europäische Union fördert das Projekt mit insgesamt sieben Millionen Euro. Genauere saisonale Prognosen zu erarbeiten, um die Lebensmittelversorgung für insgesamt 365 Millionen Menschen…
DFKI-Technologien liefern wichtige Erkenntnisse zur Abfallbekämpfung in Südostasien In den Weltmeeren schwimmen Millionen Tonnen Plastik, die zunehmend das maritime Ökosystem und den Menschen bedrohen. Vor allem die Länder Südostasiens kämpfen mit Unmengen an Abfall, der vom Land in die Flüsse und von dort ins offene Meer gelangt. Um nationale Regierungen bei ihrem Kampf gegen den Plastikmüll zu unterstützen, ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in mehreren Projekten aktiv. In der aktuellen Ausgabe des renommierten IOP Science Journal „Environmental…
Internationales Forschungsprojekt im Ohrid-See: Alte Ökosysteme begünstigen langlebige Arten und stabile Artengemeinschaften Je älter und stabiler ein Ökosystem ist, umso langlebiger sind die dort lebenden Arten und umso beständiger die Artengemeinschaften. Diese neuen Erkenntnisse zur Evolution konnte ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Köln mit Hilfe einer Tiefbohrung im Ohrid-See gewinnen und jetzt in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichen. Der 1,4 Millionen Jahre alte See an der Grenze zwischen Albanien und Nordmazedonien ist nicht…
Der Schutz der Kulturpflanzen vor Schädlingen und Krankheiten ist eine essenzielle Voraussetzung für die sichere Versorgung mit Lebensmitteln. Etwa 95 Prozent der Lebensmittel stammen aus konventioneller Landwirtschaft, die zur Gesunderhaltung der Pflanzen auch chemische Pflanzenschutzmittel einsetzt. Zunehmend wird aber auch nach biologischen Pflanzenschutzmitteln als Alternative gesucht. Einige biologische Pflanzenschutzmittel enthalten lebende Sporen des Pilzes Trichoderma, welche die Fähigkeit haben, andere Krankheitserreger zurückzudrängen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben nun herausgefunden, dass eine Trichoderma-Art eine schwere Kolbenfäule an Mais auslösen…
Zusammenhang mit Eiszeiten des Pleistozän? Als vor einigen Monaten der Stern Beteigeuze drastisch an Helligkeit verlor, vermuteten einige Beobachter eine bevorstehende Supernova – eine Sternenexplosion, die auch auf der Erde noch Schäden verursachen könnte. Während sich Beteigeuze wieder beruhigt hat, haben Physiker der Technischen Universität München (TUM) Beweise für eine Supernova gefunden, die vor rund 2,5 Millionen Jahren nahe der Erde explodiert ist. Das Leben von Sternen mit einer Masse, die mehr als zehn Mal größer ist als die unserer…
Der Bocholter Mechatronik-Professor Dr. Franz-Josef Peitzmann entwickelt eine automatische Eier-Such/-Finde und -Sammelmaschine. Was aus Sicht des Menschen das Sammeln ist, ist aus der Sicht der Hühner wohl eher ein Raub, weswegen das Projekt den wissenschaftlichen Namen „Ovoraptor“ bekam statt dem auch möglichen „Ovokollektor“. Das Projekt soll in zwei Jahren fertig sein und wird während dieser Zeit vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mit über 200.000 Euro gefördert. Bocholt/Remscheid. In Hühnerställen mit freilaufenden Hennen werden die…
Die Pflanzensaft saugende Weiße Fliege Bemisia tabaci kann den Verteidigungsmechanismus von Kreuzblütengewächsen bei Befall aktivieren. Die Weiße Fliege ist allerdings in der Lage, einen Großteil der Abwehrstoffe mithilfe von überschüssigem Zucker, den sie ohnehin verstoffwechseln muss, unschädlich zu machen. Das Insekt nutzt für die Entgiftung der Pflanzenabwehrstoffe einen völlig neuen, bislang noch nicht beschriebenen Entgiftungsmechanismus, der den Erfolg des Schädlings erklären könnte. Weltweit gefürchteter Ernteschädling an Hunderten von Pflanzenarten Weiße Fliegen sind Mottenschildläuse, eine Familie der Pflanzenläuse, die sich vom…
Vor einiger Zeit entwickelten ETH-Forscher eine Filtermembran aus Molkeproteinen und Aktivkohle. Nun zeigen sie in einer neuen Studie, dass diese Membran auch sehr effizient radioaktive Elemente aus verseuchtem Wasser filtert. Der GAU von Fukushima ist im kollektiven Gedächtnis haften geblieben. Bei dieser Katastrophe traten grosse Mengen radioaktiv verseuchten Wassers aus, das die AKW-Betreiber reinigen mussten. Sie nutzten dazu unter anderem die Methode der Umkehrosmose. Allerdings ist diese Methode wenig effektiv. Zwar lässt sich damit bis zu 70 Prozent des radioaktiv…