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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Green Deal: Gut für ein klimaneutrales Europa …

… schlechter für den Planeten Europa soll bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent werden – das hat die EU mit dem „Green Deal“ Ende 2019 angekündigt. Ziel ist, die Kohlenstoffemissionen zu verringern sowie Wälder, Landwirtschaft, umweltfreundlichen Verkehr, Recycling und erneuerbare Energien zu fördern. In der Zeitschrift Nature zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) auf, dass der „Green Deal“ ein schlechter Deal für den Planeten sein könnte, da die EU durch einen hohen Import von Agrargütern ihre…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mehr Pflanzenvielfalt, weniger Pestizide

Eine höhere Pflanzenvielfalt in Wiesen verbessert die natürliche Abwehr gegen Schädlinge. Sie unterstützt natürliche Fressfeinde und bietet gleichzeitig weniger nahrhaftes Futter für pflanzenfressende Insekten. Das fand ein Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) anhand zweier Langzeitexperimente in Deutschland und den USA heraus. Die Ergebnisse ihrer Forschung wurden in Science Advances veröffentlicht und zeigen, dass eine höhere pflanzliche Artenvielfalt zu einer verbesserten natürlichen Abwehr gegen Schädlinge und somit auch zu einem geringeren Pestizideinsatz in der Landwirtschaft beitragen…

Agrar- Forstwissenschaften

Süße Tomaten durch Mykorrhiza

Mykorrhizapilze sind als natürlicher Dünger im Garten- und Landschaftsbau immer mehr gefragt. Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB), der INOQ GmbH und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) ist es erstmals gelungen, ein Mykorrhizasubstrat für die kommerzielle Tomatenproduktion zu entwickeln. Dabei erwiesen sich die Früchte mykorrhizierter Pflanzen als qualitativ hochwertiger, als die der nicht-mykorrhizierten Pflanzen. Das Projekt wurde von der BMBF-Initiative KMU-innovativ gefördert. Die Erkenntnisse fließen direkt zum Projektpartner, der INOQ GmbH, und in die Herstellung von Mykorrhizasubtraten für…

Geowissenschaften

Folgen des Gletscherschwunds

Heidelberger Wissenschaftler untersuchen Gletschersee-Ausbruch im Himalaya-Gebirge. Die Ursachen eines Gletschersee-Ausbruchs in der indischen Ladakh-Region mit Überschwemmungen als Folge haben Wissenschaftler des Südasien-Instituts und des Heidelberg Center for the Environment der Ruperto Carola untersucht. Um die Fallstudie in einen größeren Zusammenhang zu stellen, erarbeiteten die Forscher unter der Leitung des Geographen Prof. Dr. Marcus Nüsser mithilfe von Satellitenaufnahmen ein umfassendes Inventar von Gletscherseen der gesamten Trans-Himalaya-Region von Ladakh. Dabei konnten sie für einen Zeitraum von fünfzig Jahren Veränderungen in der Ausdehnung…

Geowissenschaften

Die Krater der Erde

Ein zweibändiger Atlas präsentiert und erklärt die weltweiten Einschlagsstellen von Meteoriten und Asteroiden Der Geologe Prof. Dr. Thomas Kenkmann vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg hat zusammen mit dem Mineralogen Prof. Dr. Wolf Uwe Reimold von der Universität Brasilia/Brasilien und Dr. Manfred Gottwald vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen zweibändigen Atlas herausgegeben, der für jeden Kontinent einen Überblick über sämtliche bekannten Einschlagkrater darstellt. Die Forscher präsentieren die mehr als 200 Einschlagstrukturen in hochaufgelösten topografischen…

Geowissenschaften

Neues Mineral in Meteorit vom Mond entdeckt

Das Hochdruck-Mineral Donwilhelmsite ist für das Verständnis des inneren Aufbaus der Erde von Bedeutung. Ein europäisches Forschungsteam hat im Mondmeteoriten Oued Awlitis 001 ein neues Hochdruck-Mineral namens Donwilhelmsite [CaAl4Si2O11] entdeckt. Über das neue Mineral berichten Jörg Fritz vom Zentrum für Rieskrater und Impaktforschung Nördlingen und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam, dem Museum für Naturkunde in Berlin, dem Natural History Museum in Wien, dem Institute of Physics of the Czech Academy of Science, dem Natural History…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Flugroboter im Wald – Umweltschäden mit Drohnen erkennen

Das ökologische Gleichgewicht des Waldes im Auge zu behalten, ist nicht ganz einfach. Ein Forscherteam der Empa und des «Imperial College London» hat Drohnen entwickelt, die Bäume mit Sensoren ausrüsten, die Umweltschäden erkennen. Klimawandel, Insektenplage oder Wildverbiss – der Wald ist einer Vielzahl von schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die es zu beobachten gilt. Schon jetzt sind für diesen Zweck Sensoren in Wäldern stationiert, die Temperaturen, Luftqualität oder Feuchtigkeitsgehalt der Stämme messen. Mit derartigen Sensoren lässt sich zudem das Verhalten von Waldtieren…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Unberechenbare Korallenriffe des Anthropozäns

Korallenriffe, die vom Menschen beeinflusst sind, reagieren unvorhersehbar auf Umweltstress. Das fand ein internationales Team von Riffforscher*innen unter der Leitung des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) heraus. Die Wissenschaftler*innen untersuchten umfassende Datensätze aus über 60 Riffstandorten im Südpazifik. Für den Erhalt und das Management von Korallenriffen sind die Ergebnisse ihrer neuen Studie von grundlegender Bedeutung. Physikalische Stressfaktoren, die mit dem Klimawandel einhergehen, wie häufige und starke Stürme oder die Erwärmung der Ozeane, können Korallenriffen extrem zusetzen und sie gravierend verändern….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Klimawandel begünstigt Insektizidresistenzen

Einem Forschungsteam der Vetmeduni Vienna gelang nun der erstmalige Nachweis, dass das Auftreten von Ace-Insektizidresistenzen durch die Umgebungstemperatur signifikant beeinflusst wird: Demnach profitieren die Mutationen von höheren Temperaturen, eine große Herausforderung vor dem Hintergrund des Klimawandels. Viele Insekten, besonders Moskitos, sind eine weitverbreitete Plage und daher werden weiträumig Insektizide eingesetzt um sie zu bekämpfen. Da die Natur jedoch sehr erfinderisch ist, entwickeln Insekten schnell Resistenzen gegen diese Gifte. Resistenzmutationen sind allerdings meistens nur in der Gegenwart des Insektizids vorteilhaft und…

Agrar- Forstwissenschaften

Trockensommer 2018

Ein Zehntel der zentraleuropäischen Wälder litt unter verfrühtem Laubfall. In zehn Prozent der Wälder in Zentraleuropa verloren Bäume im Trockensommer 2018 manche oder alle ihre Blätter zu früh. Dies zeigen Berechnungen und Satellitenbildanalysen der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Am stärksten betroffen waren Mittel- und Ostdeutschland, sowie Tschechien. Da es in den Bergen weniger heiss und trocken war, erlitten Schweizer Wälder weniger Schäden. In der Schweiz setzte die Trockenheit Wäldern ganz im Norden sowie am Jurasüdfuss und…

Agrar- Forstwissenschaften

Meeresalgen als nachhaltige Rohstoffquelle nutzbar machen

Schaufenster Bioökonomie EU-Forschungsprojekt mit Beteiligung der Uni Hohenheim sucht nach neuen, nachhaltigen Lebensmittelzusätzen und Verpackungsmaterialien aus Algen und Seegräsern. Algen dienen der Industrie schon heute als Rohstoffquelle für Stabilisatoren oder Verdickungs- und Geliermittel, wie Agar, Alginat und Carrageen. Immer stärker in das Interesse der Forschung rückt aber auch ihr Potenzial als Kohlenhydratlieferanten für Biokunststoffe. Diese sind nicht nur biologisch abbaubar, sondern können durch zusätzliche Eigenschaften dazu beitragen, dass darin verpackte Lebensmittel länger haltbar sind. Aktuell sind die gängigen Extraktionsverfahren allerdings…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Klimawandel verursacht Artensterben im Schwarzwald

Schon heute hinterlässt der Klimawandel in den Mooren im Schwarzwald seine Spuren. Durch steigende Temperaturen und längere Trockenperioden sind dort in den vergangenen 40 Jahren bereits zwei typische Pflanzenarten ausgestorben. Gleichzeitig ging der Bestand vieler weiterer Arten um ein Drittel zurück. Zehn weitere typische Moorarten könnten in den nächsten Jahren aussterben, schreiben Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig im Fachmagazin “Diversity and Distributions”. Gesunde Regen-, Quell- oder Hochmoore gibt es in Deutschland…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Auf dem Weg zur fischfreundlichen Wasserkraft

In dem europaweiten Projekt „FIThydro“ unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) haben Forscherinnen und Forscher in Zusammenarbeit mit Industriepartnern bestehende Wasserkraftwerke untersucht. Diese Ergebnisse nutzten sie, um neue Methoden und Technologien zu entwickeln. Dazu gehören ein Gefährdungsindex für Fischarten, Simulationen der Fischwanderung und ein frei verfügbares Onlinetool für die Kraftwerksplanung. Wasserkraft ist eine der wichtigsten und meistgenutzten regenerativen Energiequellen weltweit. Der große Vorteil: Anders als Windkraft und Sonnenenergie unterliegt sie nur geringen wetterbedingten Schwankungen. Allerdings ist der Einsatz von…

Geowissenschaften

Einfluss des Gesteinsuntergrunds auf Vegetationsdichte und Artenvielfalt

Studie des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam untersucht auf globaler Ebene, welche Auswirkungen der Gesteinsuntergrund auf Biodiversität und Landschaftsrelief hat. Wissenschaftler*innen wissen spätestens seit dem 18ten Jahrhundert, dass das vorherrschende Klima für den Tier- und Pflanzenreichtum eines Gebietes ausschlaggebend ist. Allerdings können Klimaunterschiede nur etwa die Hälfte der Variationen in der globalen Artenvielfalt erklären. Die Rolle, die der Gesteinsuntergrund spielt, ist weitgehend ungeklärt. Richard Ott vom Deutschen GeoForschungsZentrum hat nun eine hochaufgelöste Karte des Gesteinsuntergrundes genutzt, um global zu untersuchen,…

Geowissenschaften

Eis- und Warmzeiten in unregelmäßigem Wechsel

Neue Studie: Abfolge von Eis- und Warmzeiten kann besser nachvollzogen werden Im Laufe der jüngeren Erdgeschichte der letzten 2,6 Millionen Jahre haben sich Eis- und Warmzeiten immer wieder abgewechselt. Dabei gab es wechselnde Phasen, in denen beide entweder regelmäßig oder unregelmäßig aufeinander folgten. Der AWI-Forscher Peter Köhler hat jetzt herausgefunden, dass unregelmäßige Wechsel offenbar häufiger auftraten, als bislang vermutet. Seine Arbeit trägt dazu bei, die grundlegenden Klimaänderungen der Erde besser zu verstehen. Wer die Rolle des Menschen bei der Entwicklung…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Die ungewisse Zukunft der Ozeane

Studie analysiert die Reaktion von Planktongemeinschaften auf erhöhtes Kohlendioxid Marine Nahrungsnetze und biogeochemische Kreisläufe reagieren sehr empfindlich auf die Zunahme von Kohlendioxid (CO2) – jedoch sind die Auswirkungen weitaus komplexer als bislang gedacht. Das zeigt eine Studie, die ein Team von Forschern und Forscherinnen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht hat. Dafür wurden Daten von fünf groß angelegten Feldexperimenten zusammenfasst, die untersucht haben, wie der Kohlenstoffkreislauf innerhalb von Planktongemeinschaften auf die Zunahme von…

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