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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Biodiversitäts-Kollaps im östlichen Mittelmeer

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G. Albano vom Institut für Paläontologie der Universität Wien hat den dramatischen Zusammenbruch der Biodiversität im östlichen Mittelmeerraum mit bis zu 95 Prozent der heimischen Arten beziffert. Die meisten heimischen Arten sterben regional aus, während sich eingeführte tropische Arten rasch vermehren. Die Studie wurde im Journal “Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences” veröffentlicht. Die Küstengewässer Israels gehören zu den wärmsten im Mittelmeer. Die meisten marinen Arten waren hier historisch gesehen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Das neue Gesicht der Antarktis

Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden. Diese und viele andere Ergebnisse haben 25 Forscherinnen und Forscher in einem internationalen Großprojekt zusammengetragen, in dem sie Hunderte von Fachartikeln über die Antarktis aus dem letzten Jahrzehnt ausgewertet haben. Damit liefert das Team eine ungewöhnlich umfassende Einschätzung des aktuellen und künftigen Zustands des Kontinents und des ihn umgebenden Südlichen Ozeans. Noch nie zuvor haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so viele neue Erkenntnisse über die biologischen…

Geowissenschaften

Turbo für Atmosphären- und Klimaforschung sowie Meteorologie

Mit Jänner 2021 gründen die Universität Wien und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gemeinsam das Wiener Netzwerk für Atmosphärenforschung, um die Forschung zu bündeln und zu intensivieren. “Auch angesichts der Klimakrise drängt die Zeit, um unser Prozessverständnis des Klimasystems zu verbessern”, erklärt Andreas Stohl vom Institut für Meteorologie und Geophysik, der das neue Netzwerk gemeinsam mit Gerhard Wotawa von der ZAMG leitet. Ziel sei es, Wien zu einem führenden Forschungsstandort im Bereich der Atmosphären- und Klimaforschung zu machen….

Geowissenschaften

Plattentektonischer Kaltstart der Erde trotz laufender Standheizung

Obwohl die frühe Erde im Inneren deutlich heißer als heute war, starteten plattentektonische Prozesse erst sehr langsam / PNAS-Veröffentlichung Die beiden Kölner Wissenschaftler Jonas Tusch, PhD und Prof. Dr. Carsten Münker vom Institut für Geologie und Mineralogie haben herausgefunden, dass Mantelkonvektion, also die Durchmischung des fast 3000 km tief reichenden Erdmantels in der Frühphase unseres Planeten vor etwa 4,5 Milliarden Jahren, erstaunlich langsam vonstattenging und räumlich sehr begrenzt war. Diese Erkenntnis ist überraschend, da die Erde in den ersten hundert…

Geowissenschaften

Früher Säuger mit erstaunlich präzisem Biss

Wissenschaftlern ist es gelungen, die Kaubewegung eines frühen Säugetiers zu rekonstruieren, das vor knapp 150 Millionen Jahren gelebt hat. Demnach arbeitete sein Gebiss äußerst präzise und mit erstaunlich hoher Effizienz. Paläontologen der Universität Bonn ist es gelungen, die Kaubewegung eines frühen Säugetiers zu rekonstruieren, das vor knapp 150 Millionen Jahren gelebt hat. Demnach arbeitete sein Gebiss äußerst präzise und mit erstaunlich hoher Effizienz. Möglicherweise stellte sich aber gerade dieser Punkt im Zuge der Evolution als Nachteil heraus. Die Studie erscheint…

Agrar- Forstwissenschaften

Lokal angepasste Konzepte für die Vielfalt der Waldbewirtschaftung in Europa

Europas Wälder müssen heute viele Funktionen gleichzeitig erfüllen. Wer Holz nutzt und die Biodiversität fördert, deckt zwei wichtige davon ab. Fast überall in Europa hat die Biodiversität in den Wäldern in den vergangenen Jahrzehnten abgenommen. Gleichzeitig nahmen die Erwartungen der Bevölkerung an den Wald zu. Darum nutzen viele Waldeigentümer in Europa den Wald heute so, dass er neben der Holzproduktion auch weitere Ansprüche der Gesellschaft abdeckt. Das soeben erschienene Buch zum Thema fasst die Erfahrungen zur Balance von Forstwirtschaft und…

Geowissenschaften

Die Melodie eines zerfallenden Alpengipfels

Quer über den Gipfel des 2592 Meter hohen Hochvogels klafft ein gefährlicher Spalt von 5 Metern Breite und 30 Metern Länge, und er öffnet sich weiter. Wann der Gipfel zerbrechen könnte, war bisher schwer zu beurteilen. Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ und der TU München entwickeln für solche Ereignisse eine neue Überwachungsmethode. Seismische Sensoren messen die Eigenschwingung des Gipfels: Ähnlich einer mehr oder weniger gespannten Geigensaite ändert sich auch die Tonlage des Berges je nach Spannung im Gestein. Das lässt…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Eingeschleppte Schlauchalge verändert das Wattenmeer

Die Schlauchalge Vaucheria velutina ist die „Alge des Jahres 2021“. Die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft e.V. wählte die eingeschleppte Algenart, die dieses Jahr erstmals im norddeutschen Wattenmeer nachgewiesen wurde, „aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und der unabsehbaren ökologischen Folgen“, die ihre Anwesenheit dort mit sich bringen könnte. In den Schläuchen der Alge, die normalerweise nur am Ufer wächst, verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Der Wattforscher Prof. em….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie der Klimawandel Ökosysteme durcheinanderbringt

Wird es wärmer, steigen Organismen aus dem Tiefland höher hinauf. Forschende der ETH und der WSL untersuchten, was mit Pflanzengemeinschaften auf Grasland in den Alpen geschehen könnte, wenn pflanzenfressende Heuschrecken aus tieferen Lagen sich dort ansiedeln. Auf der Welt wird es wärmer und wärmer – und viele Organismen, die heute in tieferen Lagen oder geografischen Breiten heimisch sind, müssen in höhere Lagen und Breiten ausweichen. Besiedeln Organismen neue Lebensräume, könnten sie jedoch das ökologische Gleichgewicht, das sich über eine lange…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikroplastik in 8250 Metern Tiefe

Die Senckenberg-Wissenschaftlerinnen Serena Abel und Angelika Brandt haben mit Kollegen des Alfred-Wegener-Instituts und des Johann Heinrich von Thünen-Instituts Sedimentproben aus dem Kurilen-Kamtschatka-Graben auf Mikroplastik untersucht. Sie zeigen in ihrer kürzlich im Fachjournal „Environmental Pollution“ veröffentlichten Studie, dass in einem Kilogramm Sediment zwischen 14 und 209 Mikroplastikteilchen enthalten sind. Insgesamt 15 verschiedene Plastikarten konnten das Forscher*innen-Team in den Proben nachweisen. Die Menschheit produziert pro Jahr mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik – negative Begleiterscheinungen hiervon treten in Form von Plastikinseln im…

Geowissenschaften

Mit Drohnen auf Spurensuche

Neuer Ansatz für die Erkundung von Seltenen Erden Seltene Erden sind wichtige Rohstoffe für die Energiewende, die Elektromobilität und Zukunftstechnologien. Der Einsatz von Drohnen bietet eine einzigartige Möglichkeit, Seltene Erden auch in ökologisch sensiblen und schwer zugänglichen Gebieten schnell zu erkunden. Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun zum ersten Mal Seltene Erden in ariden und subarktischen Umgebungen mithilfe von Drohnen-basierten Hyperspektraldaten direkt identifiziert und kartiert. Ihre neuartige Nachweismethode wurde in Scientific Reports (DOI:…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie wollen wir wirtschaften und produzieren?

Die Kläranlage wird zur Gemüsefarm, aus Abfällen zurückgewonnene biobasierte Stoffe verhindern in Lebensmittelverpackungen oxidativen Verderb oder liefern auf Funktionstextilien wasserabweisende Schichten, die weder Mensch noch Umwelt belasten. In dem vom Fraunhofer IGB koordinierten Projekt EVOBIO arbeiten 19 Fraunhofer-Institute an Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft. Hierzu haben sie neue Verfahrenskonzepte entwickelt, mit denen Stoffströme in bioökonomischen Prozesskreisläufen zur Herstellung optimierter Materialien für innovative Produkte genutzt werden können. Von der Umweltverschmutzung bis zum Klimawandel – die Krisen unserer Zeit sind menschengemacht. Der…

Künstliche Intelligenz für nachhaltige Landwirtschaft

ZIM-Kooperationsnetzwerk zur KI-basierten Agrarrobotik gestartet. Das jüngst bewilligte ZIM-Kooperationsnetzwerk „DeepFarmBots“ traf sich am 25. November virtuell zum offiziellen Kick-off. Das zentrale Ziel des Netzwerks ist die Entwicklung und Verbreitung neuer agrarrobotischer Lösungen für eine effiziente und nachhaltige Landwirtschaft. In einem interdisziplinären Ansatz soll die Agrarrobotik mit neuen Methoden des Deep Learning verknüpft und die Synergieeffekte zwischen den Partnern vertieft werden. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. beteiligt sich mit Forschungsansätzen zur Digitalisierung in der Landwirtschaft an „DeepFarmBots“. Das Netzwerk…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Forscher steigern Wirkungsgrad im realen Straßenverkehr deutlich

Neuer Effizienzmotor Vier Hochschulinstitute haben in einem Projekt der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) untersucht, wie weit der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren in Hybridantrieben gesteigert werden kann. Das Ergebnis: Werden verfügbare Technologien für den Verbrennungsmotor optimal aufeinander abgestimmt, können im realen Straßenverkehr mehr als 40 Prozent der im Kraftstoff gebundenen Energie genutzt werden. Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) können aufgrund der besseren Verbrennungseigenschaften zu einer noch höheren Effizienz und reduzierten Emissionen führen. Um die CO2-Flottenemissionsziele im Jahr 2030 zu erreichen, müssen Autohersteller auch Fahrzeuge mit…

Geowissenschaften

Erdbeobachtungssystem auf der Forschungsplattform Bartolomeo der ISS

Der neue Plattformservice Bartolomeo von Airbus ermöglicht die In-Orbit-Demonstration einer Multispektralkamera des Start-ups ConstellR, einer Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI. Fraunhofer EMI und Airbus haben einen Vertrag über die Durchführung einer In-Orbit-Demonstration auf der Bartolomeo-Plattform der Internationalen Raumstation ISS unterzeichnet. Mit dieser Mission ermöglicht das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, seiner Ausgründung ConstellR die Demonstration eines neuen Messkonzepts, um genaue Messungen der Landoberflächentemperatur (LST) der Erde auf globaler Ebene durchzuführen. Das ConstellR-Messsystem ist eine Kamera zur multispektralen Bilddatenanalyse,…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Erstmals Glyphosat-Nachweis im Meer

IOW entwickelt neue Methode und führt erfolgreiche Messungen in der Ostsee durch. Glyphosat ist einer der weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter. Das umstrittene Herbizid, das unter anderem im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wird auch in Deutschland intensiv genutzt. Vom Land gelangt es in Flüsse, die es ins Meer spülen. Wie viel sich dort findet, war allerdings bisher unbekannt, denn in Salzwasser waren Glyphosat und sein Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) aus methodischen Gründen nicht nachweisbar. Marisa Wirth vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)…

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