Ökologie Umwelt- Naturschutz

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Wenn der Klimawandel den Stöpsel zieht:

Sinkt das Grundwasser, versickern Bäche und Flüsse und verschmutzen Trinkwasser Zunehmende Trockenheit, weniger Niederschlag, vermehrter Wasserbedarf in der Landwirtschaft – der Klimawandel macht unserem Grundwasser zu schaffen. In Deutschland und weltweit führt er regional zu sinkenden Grundwasserständen. Ist der unterirdische Wasserpegel niedrig, gelangt belastetes Oberflächenwasser aus Bächen und Flüssen vermehrt ins Grundwasser. Die Folge: Unser Trinkwasser und die Grundwasserökosysteme sind gefährdet, das Mengenproblem wird damit auch zu einem Güteproblem. Das beschreiben Forscher aktuell im Fachmagazin „Water Research“. Neue Forschungsansätze und…

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Biogasanlagen: Klimaschutz durch Verminderung von Gasemissionen

Um klimaschädliche Methanemissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren, plant die Bundesregierung bis 2030 den verstärkten Einsatz von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen. Hierfür müssen zuvor die passenden Rahmenbedingungen, etwa in Form von gasdichten Gärrestelagern, geschaffen werden. Im Projekt »Gäremission« untersuchen das Fraunhofer UMSICHT und die HAWK Göttingen u. a. den Einfluss unterschiedlicher Anlagen- und Prozessparameter auf die Gasemissionen von Gülle- und Gärrestlagern. Im vergangenen Jahr hat der Landwirtschaftssektor insgesamt 54,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente produziert[1], was etwa 7 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen…

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Rostocker Meeresbiologen untersuchen die Auswirkungen des Klimawandels in der Arktis

Seit dem 15. August 2022 leitet der deutsche Arktisforscher Professor Ulf Karsten vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock für zwei Wochen eine Expedition im Kongsfjorden an der Westküste von Spitzbergen. Begleitet wird er von der Master-Studentin Desirée Juchem aus dem Studiengang Meeresbiologie. Zusammen mit sieben Kolleginnen und Kollegen der Universitäten Köln und Berlin sowie dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) werden marine und terrestrische Organismen im Zeichen des Klimawandels untersucht. Im Mittelpunkt der Freilandarbeiten stehen Forschungsfragen der marinen…

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Forschende der Bauhaus-Universität Weimar simulieren Raumklima

Winter ohne Gas: Bei einem durchschnittlichen deutschen Winter kühlen unbeheizte Wohnräume auf circa 7 bis 8°C herunter – dies belegt eine Simulation der Professur Bauphysik. Auch wenn ein Gasmangel in Deutschland äußerst unwahrscheinlich ist: Richtiges Heizen und Lüften im Winter hilft, Energie zu sparen und ein angenehmes Raumklima zu bewahren. Raumklimaexpertin Mara Geske im Interview: »Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart Gas und damit Energiekosten«: www.uni-weimar.de/de/universitaet/aktuell/bauhausjournal-online/titel/raumklimaexpertin-mara-geske-im-interview-jedes-grad-weniger-raumtemperatur-spart-gas-und-damit-en/ Laut Statistischem Bundesamt deckten im Jahr 2019 rund 41 Prozent der privaten Haushalte ihren Bedarf…

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So finden Unternehmen die nachhaltigste Produktverpackung

Recyclingmaterial, Mehrweg, unverpackt? Gemeinsame Pressemitteilung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg ► Bisher verfolgen erst wenige Unternehmen eine übergeordnete Strategie, um Verpackungen nachhaltiger zu gestalten ► Bei Verbraucher*innen gibt es oft Missverständnisse, welche Verpackung die nachhaltigste ist ► Ein Leitfaden vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) bietet Anregungen und Hilfestellungen für Unternehmen Plastikverpackungen sind immer schlecht, Glas und Papier per se…

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Algengift einer Brackwasser-Art in Oderwasser nachgewiesen

– natürliche Ursachen unwahrscheinlich. Neueste Untersuchungen erhärten den Verdacht, dass die Massenentwicklung einer giftigen Brackwasser-Alge in der Oder stattgefunden hat. Von einem natürlichen Phänomen gehen die Forschenden nach wie vor nicht aus, denn die Algenart kommt auf den betroffenen Oder-Abschnitten unter natürlichen Bedingungen nicht massenhaft vor. Für Massenaufkommen ist sie in diesem Bereich auf Salzgehalte angewiesen, die nur durch industrielle Einleitungen entstehen können. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hatte die Alge bereits nachgewiesen. Der Nachweis des zugehörigen Algengifts…

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Neuartige Membran zeigt hohe Filterleistung

Partikel aus alltäglichen Wandfarben können lebende Organismen schädigen. Für Wand- und Deckenanstriche werden in Haushalten meistens Dispersionsfarben verwendet. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Bayreuth hat jetzt zwei typische Dispersionsfarben auf ihre chemische Zusammensetzung hin analysiert und darin sehr viele feste Partikel entdeckt, die nur wenige Mikro- oder Nanometer groß sind. Untersuchungen an biologischen Testsystemen ergaben, dass diese Partikel lebende Organismen schädigen können. Mit einer neuartigen, an der Universität Bayreuth entwickelten Membran lassen sich diese Partikel aus dem Wasser herausfiltern, bevor…

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Tor zur Arktis: Expedition mit dem Forschungsschiff SONNE

Unter der Fahrtleitung von Senckenbergerin Prof. Dr. Angelika Brandt befinden sich aktuell 38 internationale Forschende an Bord des Forschungsschiffs SONNE im Nordpazifik. Ziel der „AleutBio Expedition SO293“ ist es das Ökosystem der Tiefsee zu verstehen und Veränderungen der Fauna – vor dem Hintergrund des raschen Klimawandels – zu dokumentieren. Die Wissenschaftler*innen untersuchen hierfür im östlichen Beringmeer und im Aleutengraben das Leben am Meeresboden in allen Größenklassen. Ein täglicher Blog nimmt die Öffentlichkeit mit in den Alltag der Meeresforscher*innen. Seit 23….

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Störe sind die am stärksten vom Aussterben bedrohte Tiergruppe der Welt

Sie haben in den letzten 250 Millionen Jahren seit ihrer Entstehung einige dramatische Veränderungen überlebt, aber mittlerweile sind sie die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt – die Störe. Bis vor kurzem gab es noch 27 Arten, nun nur noch 26: Der Chinesische Löffelstör gilt seit der letzten Bewertung der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) vom Juli dieses Jahres als ausgestorben. Für die verbleibenden Störarten hat sich die Situation seit der Bewertung von 2010 deutlich verschlechtert. Dr. Jörn Gessner vom Leibniz-Institut für…

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Möglichkeit zur Wassereinsparung im Nahen Osten

Wasser ist im Nahen Osten ein knappes Gut. Seine Verteilung hat in der Geschichte immer wieder zu politischen Spannungen in der Krisenregion geführt. Berechnungen von zwei Kasseler Forschern zur Nutzung des Jordan-Wassers könnten nun dazu beitragen, solche Spannungen zu entschärfen. Der Jordan und der See Genezareth, den er durchfließt, spielen für die Trinkwasserversorgung und die Landwirtschaft der Levante eine entscheidende Rolle. Alleine Israel entnimmt aus dem See Genezareth bis zu 400 Mio. Kubikmeter Süßwasser pro Jahr, Jordanien nach einem 2021…

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Wasserressourcen mit hydrologischer Datenbank nachhaltiger nutzen

Wie wirken sich Dürren auf die Umwelt aus? Welche Folgen haben Starkregen? Wie verändern sich die Wasserstände in Flüssen? Hydrologische Datensätze, also solche zu Grundwasserständen oder Wasserabflussmengen, können dabei helfen, Fragen rund um den Wasserhaushalt und die Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten. Trotz eines der umfangreichsten hydro-meteorologischen Messnetzwerke weltweit liegt ein solcher einheitlicher Datensatz, „CAMELS“ genannt, für Deutschland bisher nicht vor. Diesen wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun gemeinsam mit Partnern in der „CAMELS-DE”-Initiative erstellen. Die ersten…

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Wie Essensreste künftig Flugzeuge antreiben

Weltweit erste Anlage in Betrieb genommen, die Kraftstoff aus Biogas erzeugt. Um Essensreste und andere biologische Abfälle wieder in nutzbare Stoffe umzuwandeln, hat das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern eine weltweit einzigartige Anlage in Thallwitz bei Leipzig gebaut. Diese erzeugt aus Biogas – nicht nur aus dem enthaltenem CO2 – synthetische Kraftstoffe und biogene Wachse. Das Biogas wird dabei aus alten Fetten der Gastronomie und Lebensmittelproduktion gewonnen. Bei Bedarf lässt sich ein keramischer…

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Holzheizungen verschmutzen die Luft in Gebirgsregionen stärker als bisher angenommen

Studie im slowenischen Teil der Dinarischen Alpen wirft ein detailliertes Licht auf die Feinstaubverteilung in einer Reliefmulde, in der im Winter viel Holz verbrannt wird. Rund 30 Millionen Menschen leben in Europa in Gebirgstälern. Ein Großteil davon ist stärker von Luftverschmutzung betroffen als bisher angenommen. Das schließt ein slowenisch-deutsches Forschungsteam aus Messungen in den Nördlichen Dinarischen Alpen. Durch Temperaturinversionen im Winter würden die Schadstoffe in den Tälern so stark zurückgehalten, dass Ruß und Feinstaub selbst in kleinen Dörfern bedenkliche Werte…

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Heiße Spur bei Ursachensuche für rapide Eisschildinstabilitäten

… in der Klimageschichte. Neue Studie: Wärmestau im tieferen subpolaren Nordatlantik Auslöser für sogenannte Heinrich-Ereignisse. Extreme Kälteereignisse während der letzten Eiszeit, sogenannte Heinrich-Ereignisse im Nordatlantik, sind ein gutes Beispiel dafür, wie lokale Prozesse das globale Klima veränderten. Während in der Forschung gut dokumentiert ist, wie sich die Heinrich-Ereignisse auf die globale eiszeitliche Umwelt ausgewirkt haben, bleibt die Ursache bisher ungeklärt. Forschende aus Bremen, Kiel, Köln und São Paulo (Brasilien) weisen nun in einer neuen Studie nach, dass ein Wärmestau in…

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Material aus Straßen nachhaltig recyceln

Fraunhofer entwickelt Recyclingverfahren für teerhaltigen Straßenaufbruch. Müssen alte Straßen erneuert werden, stellt sich die Frage: Wohin mit den Anteilen, die mit Teer belastet sind? Bestehende Entsorgungswege sind teuer, wenig nachhaltig und erzeugen viel CO2. Im Projekt »InnoTeer« entwickeln vier Fraunhofer-Institute eine Alternative, um Teer aus Straßenaufbruch unschädlich zu machen und die verbleibende Mineralik in hoher Qualität zurückzugewinnen. Mit nur einer Anlage ließen sich bereits große Mengen an CO2 einsparen. Jährlich fallen in Deutschland etwa 3,3 Millionen Tonnen teerhaltiger Straßenaufbruch an:…

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Vielfalt auf dem Feld hält Unkräuter in Schach

Unkraut vergeht nicht, heißt es im Volksmund. Für die einen ist es ein aufmunternder Spruch, für Landwirte und Gärtner hingegen oft noch lästige Realität. Wissenschaftlerinnen der Universität Rostock haben nun die Unkrautvegetation Mecklenburg-Vorpommerns untersucht und stellen fest: Artenreichtum ist erwünscht. „Ich habe untersucht, welchen Einfluss eine größere Vielfalt von Kulturpflanzen im ökologischen Anbau auf die Unkräuter hat“, erläutert die Pflanzenwissenschaftlerin Merel Hofmeijer. Auf elf ökologisch geführten Bauernhöfen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) hat sie für ihre Doktorarbeit an der Universität Rostock die…

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