Am Fallbeispiel Berlin haben Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) die Kompostierung von Laubabfällen mit deren energetische Nutzung in Biogasanlagen vergleichend bewertet. Die Studie zeigt, dass eine Verwertung vorbehandelten Laubs in einer Biogasanlage nicht nur Strom- und Wärme erzeugt, sondern auch die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Resources, Conservation and Recycling veröffentlicht. Berlin ist dank der zahlreichen Grünanlagen und Straßenbäume eine der grünsten Metropolen Europas. Allerdings beschert alljährlich der Herbst den Mitarbeiter*innen der…
Elf Jahre lang haben DLR Mosel, Julius Kühn-Institut und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung den Steillagenweinbau erforscht. Das Ergebnis sind wichtige Erkenntnisse zur Bedeutung der Steillagen – und ein Leitfaden mit praktischen Tipps für Winzer. Weinhonig sucht man im Supermarkt vergebens. Als Tracht für Honigbienen ist die Blüte der Kulturrebe nicht attraktiv, die zuckerhaltigen Weinbeeren zum Ärger mancher Winzerinnen und Winzer jedoch schon, wenn aus ihnen süßer Saft austritt. Doch bei genauerer Betrachtung passen Wein und Bienen sehr wohl zusammen:…
– wie Pappel-Produkte den Einsatz fossiler Rohstoffe reduzieren. Internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie haben in den letzten fünfeinhalb Jahren neue, bio-basierte Produkte aus Pappeln entwickelt. Im Rahmen des Forschungsprojektes Dendromass4Europe (D4EU) begleitete ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Prof. Norbert Weber, Professur für Forstpolitik und Forstliche Ressourcenökonomie an der TU Dresden, seit Mitte 2017 den Anbau von Pappeln auf schwer oder unprofitabel zu bewirtschaftenden Standorten und erarbeitete Möglichkeiten, wie der Einsatz fossiler Rohstoffe durch die Nutzung…
Ob im Trinkwasser, in der Nahrung oder sogar in der Luft: Plastik ist ein globales Problem – und das ganze Ausmaß der Verschmutzung ist möglicherweise noch gar nicht bekannt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Australien konventionelle Annahmen für den Transport von Plastik in Flüssen überprüft. Die tatsächliche Menge Plastikmüll in Flüssen könnte demnach bis zu 90 Prozent größer sein als bislang vermutet. Die neuen Erkenntnisse sollen dabei helfen, das Monitoring…
Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger tauft Forschungsschiff Uthörn. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat heute das neue Forschungsschiff Uthörn des Alfred-Wegener-Instituts bei der Firma Fassmer im niedersächsischen Berne getauft. Als erstes deutsches Seeschiff erhält der 35 Meter lange und etwa 15 Millionen Euro teure Neubau einen umweltschonenden und besonders emissionsarmen Methanol-Antrieb und setzt damit in der deutschen Seeschifffahrt neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit. Das Schiff soll nach gut zweijähriger Bauzeit im Dezember an die Wissenschaft übergeben werden. Rund 200 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nahmen…
Forscherduo zeigt die ökologische Bedeutung chemischer Kommunikation auf. Kommunikation ist alles – das gilt auch für Algen. Ihre chemische Sprache und deren Bedeutung in aquatischen Ökosystemen sind aber noch weitestgehend unverstanden. Ein Forscherduo des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Plymouth Marine Laboratory (PML) hat dazu im Fachmagazin Biological Reviews eine Übersichtsstudie veröffentlicht. Sie fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und zeigt neue Ansätze für die zukünftige Erforschung der Sprache der Algen und ihrer ökologischen Zusammenhänge auf. Können Algen sprechen? “Ja,…
Die Daten aus Biotopkartierungen können dabei helfen, die Forschung zur Artenvielfalt voranzubringen. Die darin enthaltenen Angaben geben Aufschluss über die örtliche Entwicklung der Pflanzenwelt bis in die 1980er Jahre zurück – eine Zeit, aus der fast keine Quellen vorhanden sind. Wie diese Kartierungsdaten für die Forschung genutzt werden können, zeigt ein Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft am Beispiel der Hansestadt. Die Auswertung im Fachjournal “Ecosphere” zeigt auch: Dort sind in…
Die Klimaerwärmung lässt in der Arktis den Permafrost auftauen, Gletscher schmelzen und führt zu Vegetationsveränderungen, extremer Trockenheit und Feuern. Diese Entwicklungen hängen stark vom Energieaustausch zwischen Atmosphäre und Boden ab. Forscherinnen der Universität Zürich zeigen nun, dass unterschiedliche Pflanzengemeinschaften in der Tundra diesen Energieaustausch stark beeinflussen, in Klimamodellen aber nicht berücksichtigt werden. Die Hitzewelle diesen Sommer in Europa führte vielen Menschen vor Augen, wie wichtig Pflanzen sind, um die Umgebung abzukühlen. Doch welchen Einfluss haben die verschiedenen Vegetationstypen in der…
Studie zur Emissionsintensität von Produktions- und Fabrikstrukturen. Was können produzierende Unternehmen tun, um ihren Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren? Im Auftrag der Unternehmensberatung Ingenics AG haben Forschende am Fraunhofer IPA eine Studie durchgeführt, die zeigt, welche Maßnahmen in der Branche schon eingesetzt werden und wo noch Handlungsbedarf besteht. Am guten Willen fehlt es nicht: »Viele Unternehmen sind auf dem Weg zu Zero Emission und haben sich ambitionierte Ziele gesetzt. Woran es allerdings oft hapert, sind Strategien, Ressourcen und Know-how«, berichtet…
Erste In-situ-Messungen von Mikroplastikflüssen. In-situ-Probenahmen während einer Expedition und anschließende Messungen werfen neues Licht auf das Absinken von Mikroplastik von der Meeresoberfläche in die Tiefsee. Sie zeigen, dass die Partikel – wie frühere Modellierungsansätze nahelegten – Teil des Meeresschnees werden, erklärt ein internationales Forschungsteam unter Leitung des GEOMAR in einer heute erschienenen Veröffentlichung. Die Erkenntnisse ermöglichen ein besseres Verständnis der vertikalen Transportdynamik und der damit verbundenen Risiken für das Nahrungsnetz. Außerdem illustrieren sie, dass menschenverursachtes Mikroplastik den marinen Kohlenstoff im…
Was passiert in den Permafrostgebieten der Arktis, wenn sich die Erdatmosphäre aufheizt? GFZ-Forscher Torsten Sachs und Norman Rößger haben mit Kolleg:innen von der Universität Hamburg und dem Alfred-Wegener-Institut in Potsdam Ergebnisse einer fast zwanzigjährigen Beobachtungsreihe in Sibirien veröffentlicht, die zeigen, dass die sommerliche Freisetzung von Methan seit 2004 um knapp zwei Prozent pro Jahr zugenommen hat. Ursache dafür ist allerdings nicht ein massiveres Auftauen des Permafrostes, sondern ein früher einsetzendes und verstärktes Pflanzenwachstum aufgrund der erhöhten Lufttemperatur. Was passiert in…
Wenn sich Algen, Muscheln oder Seepocken auf Schiffsrümpfen ansiedeln, kann dies zu Schäden in Milliardenhöhe führen. Um dem entgegenzuwirken, werden sie mit Antifouling-Beschichtungen behandelt. Eine Wissenschaftlerin des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) ging jetzt der Frage nach, inwieweit neu entwickelte Antifouling-Beschichtungen eingesetzt werden könnten, um das Algenwachstum einzudämmen, das Korallenlarven oft bei ihrer Ansiedlung beeinträchtigt. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Tropische Korallenriffe stehen unter zunehmendem Druck durch die Erwärmung und Versauerung der Ozeane, die Verschmutzung…
Wie menschlich verursachte Nährstoffeinträge Pflanzengemeinschaften im Grasland beeinflussen. Forschende finden die Ursachen für Artenrückgang durch Nährstoffeinträge. Bei verstärkten Nährstoffeinträgen im Grasland gehen mehr Arten verloren als neu hinzukommen. Außerdem siedeln sich weniger neue Arten an als unter natürlicher Nährstoffverfügbarkeit. Diese neuen Erkenntnisse erklären, weshalb Nährstoffüberschüsse die Pflanzenvielfalt im Grasland verringern. Mit ihrem weltweiten Experiment tragen Forschende unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wesentlich dazu bei, die Reaktion von…
ITMS erfasst, wo in Deutschland Treibhausgase freigesetzt und aufgenommen werden. Die Quellen und Senken von Treibhausgasen in Deutschland sollen zukünftig besser erfasst und überwacht werden. Das ist das Ziel des Integrierten Treibhausgas-Monitoringsystems (ITMS) für Deutschland, das offiziell mit einem dreitägigen Meeting vom 18. bis 20. Oktober 2022 am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena gestartet wurde. Das ITMS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und soll der Bundesregierung und der Öffentlichkeit gesicherte Informationen zu Stand und Entwicklung…
Blühstreifen am Rande eines Ackers erhöhen nicht nur die Biodiversität, sondern können auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das hat ein Forschungsteam des Thünen-Instituts für Agrarklimaschutz in Braunschweig gezeigt. Die Arbeitsgruppe wollte wissen, wie viel Biomasse in Blühstreifen gebildet wird, denn dieses pflanzliche Material wird nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet und steht somit zur Bildung von Humus zur Verfügung. Humus ist reich an organischen Verbindungen; er bindet also Kohlenstoff, den die Pflanzen als CO2 aus der Atmosphäre entnommen…
Neue Nature-Studie: Die Erwärmung der oberen Ozeanschichten im westlichen tropischen Pazifik wird künftig zu stärkeren Winden und mehr Regen über Ostasien führen. Der östliche Pazifik ist eine der Schlüsselregionen im Klimasystem Erde. Ändern sich hier die Bedingungen, wirkt sich das direkt auf das Klima anderer Regionen aus. Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass bereits eine Erwärmung der oberen Ozeanschichten im äquatorialen Pazifik dazu führen könnte, dass der ostasiatische Monsun insgesamt verstärkt wird. Die Studie, an der auch PD…