Neue Erkenntnisse zur Belastbarkeit von Lebensgemeinschaften geben Impulse für Naturschutz und Umweltmanagement
In einer neuen in den Proceedings of the National Academy of Sciences (Februar 2005) veröffentlichten Studie konnte ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Limnologie in Plön und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften in Kiel zeigen, dass genetische Vielfalt die Widerstandsfähigkeit von Lebensgemeinschaften gegenüber globaler Erwärmung erhöhen kann. Bei ihre
Die enormen Fluten, von denen Europa in den vergangenen Jahren heimgesucht wurde, rückten das dringende Bedürfnis in den Vordergrund, das Ausmaß der Fluten besser vorhersagen und die Nachwirkungen effizienter bewältigen zu können. Die Nutzung langfristiger Flutdaten ist einer der verschiedenen Wege, auf die sich neuartige Pläne zur Abschätzung des Flutrisikos stützen.
Die momentanen Flutaufzeichnungen reichen nur einige Dutzend Jahre zurück. Die Paläohydrologie ermöglicht es d
Forschungsarbeiten in Großbritannien zeigen, dass bei der Abschätzung der Niederschlagsmengen aus Satellitendaten zwei Sensoren besser als einer sind.
Weltweit ist Wasser ein extrem wertvoller Rohstoff. Mithilfe von Niederschlagsmessern und Radaren werden Niederschlagsdaten an der Erdoberfläche gesammelt, allerdings mit begrenzter Reichweite. Es wurden enorme Anstrengungen unternommen, um Satelliten mit Instrumenten auszustatten, die in der Lage sind, den Niederschlag für eine größ
Arbeitstagung von Pilzexperten aus Wissenschaft und Praxis in der Universität Bremen Pfifferling, Steinpilz, Fliegenpilz: Das Reich der Pilze ist sehr facettenreich. Dem normalen Pilz-Liebhaber ist allerdings kaum bekannt, dass die meisten Pilze in Symbiose mit Pflanzen leben und entscheidend zu deren Wachstum beitragen. Ihre feinen Pilzfäden (Hyphen) durchziehen den Boden, dringen in feinste Bodenporen vor und ernten Wasser und Nährstoffe, die sie dann den Wurzeln von Bäumen, Sträuchern, aber au
Wilder Ginseng in Nordamerika extrem betroffen
Wilder Ginseng, der von Quebec bis Georgia vorkommt, wird die kommenden 100 Jahre nicht überleben, wenn die Wildbestände nicht deutlich zurückgehen. Forscher der University of West Virginia haben festgestellt, dass die Population von Rotwild in den USA deutlich zu hoch sei. Zahlreiche Pflanzen, die in der Heilkunde Verwendung finden, sind dadurch bedroht, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science.
Nicht nur in O
Aus dem Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) kommen vier neue Rebsorten, die sich durch eine weitgehende Resistenz gegenüber Pilzkrankheiten auszeichnen – die Sorten Felicia und Villaris (weiß) sowie Reberger und Calandro (rot).
Alle vier Sorten sind seit Mitte der achtziger Jahre durch Kreuzung der am Institut entwickelten pilzresistenten Rebsorten Regent und Sirius mit den Handelssorten Lemberger oder Domina o
Weitere 3,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt
Bundesumweltminister Jürgen Trittin will die Bundesmittel für das Naturschutzgrossprojekt “Schaalsee-Landschaft” in den kommenden Jahren voraussichtlich um insgesamt 3,4 Millionen Euro aufstocken. “Diese grossräumige Landschaft im Bereich der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau eines nationalen wie auch europäischen Biotopverbundsystems”, sagte Trittin heute bei der Übergabe des ersten Förder
Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD, München) und Deutsche Umwelthilfe (DUH, Radolfzell)
Walen und Delfinen droht weltweit eine neue, tödliche Gefahr. Schnellfähren, die mit enormen Geschwindigkeiten die Meere durchpflügen, verursachen in zunehmendem Maße Kollisionen mit den Meeressäugern. Jüngstes Beispiel: die Kanarischen Inseln. Die Fährverbindungen zwischen den Kanaren, einem der großen Urlaubsparadiese der Deutschen, werden mit sogenannten High-Speed-Fähren weiter ausgeba
Mikroorganismen in Salzseen produzieren chlorhaltige Luftschadstoffe – Neuer natürlicher Faktor für Wüstenausbreitung entdeckt.
Salzseen haben einen größeren Einfluss auf den Klimawandel als bisher angenommen. Das haben Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) gemeinsam mit Kollegen aus Österreich, Russland und Südafrika festgestellt. Dabei konnten sie nachweisen, dass Bakterien in Salzseen Substanzen produzieren, die als Treibhausgase wirken und die Ozonsch
Die europäische Maisproduktion wird von einem neuen Schädling bedroht: dem westlichen Maiswurzelbohrer (WMWB). Das EU-Projekt DIABROTICA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ökologie dieses Käfers zu untersuchen und daraus Methoden zu dessen Bekämpfung sowie zur Verhinderung seiner Verbreitung in mitteleuropäische Regionen abzuleiten.
Der WMWB hat in den vergangenen Jahren immer wieder Gebiete in Italien befallen. Falls keine einschränkenden Maßnahmen ergriffen werden, ist das Ri
Verbesserungen bei Lärmreduzierungstechnologien haben die Kriterien der Komfortklasse für Hochgeschwindigkeitsschiffe erreichbarer gemacht.
Fast Ferries repräsentieren einen Bereich des Seetransports, der sich weltweit umfassend ausdehnt. Zu den wirtschaftlichen Vorteilen gehören höhere Geschwindigkeiten und Ladekapazitäten bei minimalen Kosten. Eine weitere Verbesserung dieser Parameter muss jedoch mit den Konstruktionsanforderungen in Zusammenhang stehen, die von Klassifizierun
Australische Behörden: Krieg gegen 100 Mio. Amphibien
Eigentlich hätten die südamerikanischen Aga-Kröten (Bufo marinus) schädliche Käfer in Zuckerrohrfeldern vernichten sollen. Doch nun werden die seinerzeit 100 Kröten, die 1935 nach Nord-Australien gebracht wurden, zur Landplage. Geschätzte 100 Mio. Tiere bedrohen sämtliche heimischen Arten. Der Versuch Herr der Lage zu werden, ist bis jetzt kläglich gescheitert. Nun rufen die Behörden Private dazu auf, im Kampf gegen die gro
WWF warnt: Zwei Drittel der Kongo-Regenwälder könnten in 50 Jahren verschwunden sein
Wenn Rodungen, illegaler Holzeinschlag, Wildtierhandel und -schmuggel sowie der Handel mit Buschfleisch in gleichem Maße weiter betrieben werden wie bisher, werden nach Schätzungen des WWF zwei Drittel der Tropenwälder im zentralafrikanischen Kongobecken innerhalb der nächsten fünfzig Jahre verschwunden sein. Davor warnt die Umweltorganisation zum Auftakt des zweitägigen Waldgipfels für die Kongoreg
Japanisches Team findet Mikroben im Sediment des Marianengrabens
Forscher der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology haben im Marianengraben im Sediment Lebewesen gefunden. Die mikroskopisch kleinen Organismen leben dort unter Drücken von mehr als 1.000 Atmosphären. Die Lebewesen wurden vom ferngesteuerten unbemannten U-Boot Kaiko an die Oberfläche gebracht, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
Das Forscherteam um Hiroshi Kitazato hat zahlreiche Bakteri
Zum Ergebnis des heutigen Gespraechs ueber die steuerliche Foerderung sauberer Dieselfahrzeuge erklaeren das Bundesministerium der Finanzen sowie das Bundesministerium fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
Die Bundesregierung will mit einer steuerlichen Foerderung fuer eine rasche Markteinfuehrung von Diesel-PKW mit Russpartikelfiltern sorgen. Das ist das Ergebnis eines Gespraechs, das Bundeskanzler Schroeder heute im Anschluss an die Kabinettsitzung mit Bundesfinanzminist
Wissenschaftler weisen zusätzlich neun Öko-Krisengebiete aus
Die Zahl der bedrohten Biodiversitäts-Hotspots ist erneut um neun Gebiete gestiegen. Zu diesem Schluss kommen mehr als 400 Ökologen, die über einen Zeitraum von vier Jahren eine weitere Studienanalyse über die Artenvielfalt auf der Erde durchgeführt haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Seit 2000 sind weitere Gebiete durch menschliches Zutun unter extremen Druck geraten.
Ein Hotspot ist ein Gebiet mit mind