Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben an ihrem Standort in Denkendorf erfolgreich umfangreiche Investitionen in Photovoltaikanlagen umgesetzt. Die auf den Gebäudedächern und überdachten Parkplätzen errichteten Anlagen haben eine gesamte installierte Leistung von 840 Kilowattpeak (kWp). Dafür haben die DITF mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg 1,6 Millionen Euro investiert. Am 17. September 2025 wurde die Anlage feierlich in Betrieb genommen. Die Landesregierung will die Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 klimaneutral (netto-treibhausgasneutral) organisieren. Neben landeseigenen Gebäuden werden auch…
Dank eines riesigen Datenschatzes konnten Forschende der Universität Trier neue Erkenntnisse zur Biodiversität in Deutschland gewinnen. Klimawandel, Umweltverschmutzung und Zerstörung von Lebensräumen setzen der Natur auch in Deutschland schwer zu. Das geht zu Kosten der Artenvielfalt – sollte man meinen. Doch Forschende der Universität Trier kommen nun zu einem differenzierteren Bild, das aber keine Entwarnung bedeutet. Eine umfassende Analyse von Proben der letzten 40 Jahre ergab, dass die Biodiversität auf lokaler Ebene stabil geblieben ist. Alles in Ordnung also? Leider…
DBU: Klima- und Denkmalschutz passen zusammen Osnabrück/Gröningen. Klima- und Denkmalschutz passen zusammen. Darauf weist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Blick auf den bevorstehenden Tag des offenen Denkmals am 14. September hin. Beispiele dafür sind laut DBU die Margarethenhöhe in Essen und die Speicherstadt in Hamburg. Und aktuell ein neues Vorhaben mit DBU-Förderung in Höhe von 300.000 Euro: Am Rittergut Edelhof in Gröningen (Sachsen-Anhalt) aus dem 17. Jahrhundert soll gezeigt werden, wie Photovoltaik, Solarthermie, Hochleistungsdämmputz, Wärmetauscher, Wärmepumpe und Speicher denkmalgerecht…
Durch Kombination von Satellitenbildern mit einer neuartigen genetischen Analyse konnte ein Forschungsteam unter Leitung des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums Frankfurt (SBiK-F) entschlüsseln, wie europäische Buchenwälder auf den Klimawandel reagieren. Die heute in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass der Zeitpunkt des Laubaustriebs im Frühjahr in erster Linie von steigenden Temperaturen abhängt, aber auch, dass Baumpopulationen genetisch an ihre lokale Umgebung angepasst sind. Dieser integrierte Ansatz ermöglicht es erstmals, genau vorherzusagen, welche Buchenpopulationen für zukünftige Klimabedingungen am…
Die Samen, die von Bäumen in den Wäldern Madagaskars hervorgebracht werden, werden kleiner. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Mensch eine nicht unwesentliche Rolle bei dieser Veränderung spielen könnte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig haben Daten von mehr als 2.800 Pflanzenarten, 48 lebenden und 15 ausgestorbenen Samenverbreitern zusammengetragen. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das in der Vergangenheit vom Menschen verursachte Aussterben fruchtfressender Tiere als auch der heutige anthropogene Druck Spuren…
Heute ist in Hamburg das zweitägige Auftakttreffen mit gut 50 Forschenden für die von JPI Oceans ins Leben gerufene internationale „Forschungsinitiative zu veränderten Meereslichtlandschaften“ gestartet. Die Initiative zielt auf ein besseres Verständnis veränderter Lichtverhältnisse im Meer und deren Folgen für marine Ökosysteme. Unter dem Dach einer gemeinsamen Wissensplattform nehmen zwei Projekte die Arbeit auf. Das Projekt ISOLUME richtet den Fokus vor allem auf Meeresverdunkelung und wird vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) koordiniert; das Projekt ALANIS unter Federführung des Helmholtz-Zentrums…
Die Polarstern beendete kürzlich in Longyearbyen, Svalbard, eine zweimonatige Expedition in der Zentralarktis. Dabei stand die sommerliche Schmelze des arktischen Meereises in drei verschiedenen Regimen im Fokus des internationalen und interdisziplinären Forschungsteams unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts. Die umfangreiche Bestandsaufnahme zeigte große Unterschiede zwischen verschiedenen Meereisregimen sowie eine geringe Meereiskonzentration im Untersuchungsgebiet. Außerdem dominierten Bakterien und Zooplankton die Biologie während die erwarteten Eisalgen kaum gefunden werden konnten. Im Zentrum der CONTRASTS-Expedition stand erstmals der parallele Vergleich verschiedener arktischer Meereisregime in der…
Ein Fluss fließt unentwegt und ein See hat fast immer den gleichen Pegel, oder? Viele unserer Flüsse sind kanalisiert, begradigt und für die Schifffahrt reguliert. Kein Wunder also, dass wir einen stabilen Wasserstand für selbstverständlich halten – auch bei Seen. Tatsächlich gehören schwankende Wasserstände aber zur Natur. Doch was ist noch eine natürliche Schwankung und was (schon?) Folge des Klimawandels oder anderer menschlicher Einflüsse? Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt, welche Entwicklungen bedenklich sind und wie naturbasierte Lösungen…
Im Projekt SeaStore entwickeln Forscher*innen der TU Berlin ein Entscheidungsunterstützungssystem zur Wiederansiedlung von Seegraswiesen / Hoffnungsträger für den Klimaschutz Seegraswiesen zählen zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern unserer Meere und könnten künftig eine zentrale Rolle im naturbasierten Klimaschutz spielen. Das Verbundprojekt SeaStore verfolgt das Ziel, Seegraswiesen in der Ostsee wiederanzusiedeln. Die Technische Universität Berlin ist mit einem zentralen Beitrag beteiligt. Sie entwickelt ein datenbasiertes Entscheidungsunterstützungssystem, das Behörden und andere Interessierte bei der Planung und Durchführung von Wiederansiedlungen unterstützt. Wiederansiedlung für die…
Thüringer Forschungsverbund entwickelt neuartige Sensorik zur Überwachung von Mikroschadstoffen im Abwasser [Gemeinsame Pressemitteilung der Verbundpartner des Projekts “MikroGraph”] Mit dem Start des Forschungsprojekts MikroGraph nimmt ein neuer Thüringer Forschungsverbund die Arbeit auf. Ziel ist es, die kontinuierliche Überwachung von Mikroschadstoffen im Abwasser entsprechend der neuen EU-Kommunalwasserrichtlinie entscheidend zu verbessern. Das Thüringer Wirtschaftsministerium fördert die Entwicklung eines hochautomatisierten und kostengünstigen Vor-Ort-Analysesystems mit über 2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Belastung durch Mikroschadstoffe – etwa Arzneimittelrückstände, Pestizide…
UFZ-Forschungsteam analysiert Wirksamkeit der EU-Vorgaben zur Stickstoffreduzierung In Europa ist die Stickstoffbelastung zu hoch. Das hat viele negative Folgen: Stickstoffdioxid und Ammoniak verschlechtern die Luftqualität, der Stickstoff-Eintrag in den Boden lässt die Biodiversität schrumpfen und führt zu Eutrophierung und Versauerung von Seen und Meeren, Nitrat verunreinigt das Grundwasser. Doch wie lässt sich die Stickstoffmenge in der Umwelt reduzieren? Die EU-Kommission hatte deshalb in der „Farm to Fork“ (F2F)-Strategie des „Green Deal“ das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2030 die Nährstoffverluste…
Todesfälle durch Verzehr vergifteten Tierkadavern tragen wesentlich zum Rückgang der Bestände vieler Geierarten bei. Da Geier bei der Nahrungssuche interagieren und einander folgen, sterben an einem vergifteten Kadaver mitunter hunderte Exemplare bedrohter Arten wie dem Weißrückengeier. Forschende der GAIA-Initiative am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) konnten nun zeigen, dass Sender an Geiern es ermöglichen, Vergiftungsfälle rasch zu erkennen und den Kadaver zu entfernen. Geier sind als Aasfresser resistent gegenüber vielen in der Umwelt vorkommenden Krankheitserregern und erfüllen unter anderem…
Studie zeigt: Berliner Gewässer tragen bakterielle Spuren der Stadtbevölkerung – mit potenziellen Risiken für ihren ökologischen Status. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben an Berliner Kleingewässern untersucht, wie die Herkunft des Wassers und die mikrobielle Gemeinschaft zusammenhängen. Dabei entdeckten sie Mikroorganismen, die auf einen hohen anthropogenen Einfluss hindeuten und beispielsweise im menschlichen Darm vorkommen. Der Grund: Kleine Fließgewässer wie die Panke oder die Erpe, führen hauptsächlich geklärtes Abwasser. Das Gewässermikrobiom beeinflusst den ökologischen Status, die Wasserqualität und…
Uran kommt in Mineralen im Boden vor, löst sich in Bergbauwässern, gelangt zusammen mit Phospatdünger auf die Felder: In Deutschland ist das Schwermetall Uran vor allem in Sachsen und Thüringen verbreitet, weitere Vorkommen gibt es in Süddeutschland. In Kooperation mit französischen Forschenden haben Fachleute des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) nun aufgeklärt, wie Uran chemisch mit Kieselalgen wechselwirkt (DOI: 10.1038/s41598-025-93350-5). Da Algen Ausgangspunkt der Anreicherung gesundheitsschädlicher Stoffe in der Nahrungskette sein können, helfen die Ergebnisse, die Auswirkung von Uraneinträgen in natürliche Kreisläufe…
Wissenschaftler warnen vor weiterer Kunststoffbelastung – Internationale Kollaboration dokumentiert Verschmutzung sowie Maßnahmen dagegen PressemitteilungHeidelberg, 5. August 2025 Neuer Lancet Countdown zu Plastik und GesundheitWissenschaftler warnen vor weiterer Kunststoffbelastung – Internationale Kollaboration dokumentiert Verschmutzung sowie Maßnahmen dagegen Plastikverschmutzung und Kunststoffbelastung stellen eine wachsende Gefahr für die Gesundheit von Menschen, Tieren und das Ökosystem Erde dar: Davor warnen Wissenschaftler in einem aktuellen Beitrag im Fachmagazin The Lancet. Die Forscherinnen und Forscher – darunter der Epidemiologe, Mathematiker und Statistiker Prof. Dr. Joacim Rocklöv…
Neue Modellanalyse beleuchtet komplexe Wechselwirkungen zwischen Natur und Luftschadstoffen Extreme Hitzeperioden führen, neben anderen negativen Effekten, häufig zu einer erhöhten Belastung durch bodennahes Ozon. Das ist gefährlich für Mensch, Umwelt und Landwirtschaft. Eine aktuelle Studie unter Federführung des Forschungszentrums Jülich liefert nun überraschende Erkenntnisse: Bei starker globaler Erwärmung könnte die Ozonbelastung in einigen Regionen der Welt zurückgehen. Die Forschenden haben mit einem innovativen „Storyline-Ansatz“ gearbeitet: Simulationen von plausiblen Klimaszenarien, die verschiedene mögliche Entwicklungen der globalen Erwärmung abbilden – etwa ob…