Ökologie Umwelt- Naturschutz

LED senken CO2-Ausstoß bei Sri Lankas Fischern

In Sri Lanka verdienen gut 85.000 Menschen mit Binnenfischerei ihren Lebensunterhalt. Viele von ihnen fahren nachts in die Mangrovenwälder, um Garnelen zu fangen. Wichtigstes Hilfsmittel dabei sind Kerosinlampen, die durch ihr Licht die Krebstiere anlocken, die dann über ein Reusensystem abgefischt werden. Diese vordergründig schonende Fangmethode hat Nachteile für die Umwelt: Auslaufendes Kerosin verseucht die Gewässer und es gibt vergleichsweise enorm hohe CO2-Emissionen.

Die 85.000 Binnenfischer verbrauchen pro Nacht etwa 100.000 Liter Kerosin und damit jährlich 30 Millionen Liter. Dies bedeutet eine CO2-Emission von rund 75.000 Tonnen, etwa der Ausstoß von 40.000 Mittelklassewagen bei 20.000 Kilometern Fahrleistung im Jahr.

Die LED-Leuchten des Typs Golden Dragon von Osram Opto Semiconductors besitzen eine Haltbarkeit von bis zu 25.000 Stunden. Bei einem zehnstündigen nächtlichen Einsatz entspricht dies einer Lebensdauer von fast sieben Jahren. Hinzu kommt ein sehr geringer Strombedarf für die Akkus. Somit schonen die Lampen nicht nur die Umwelt, sondern bedeuten auch eine enorme Kosteneinsparung für die Fischer, die sonst ein Drittel ihres Monatsgehalts – etwa 60 Euro – für Kerosin ausgeben müssen. Zudem erzielen die LED-Lampen sogar ein besseres Fangergebnis als die Kerosinflammen.

Siemens macht sich schon länger für nachhaltige Projekte in wirtschaftlich schwächeren Regionen stark. Bereits 2008 hat Osram ebenfalls zusammen mit dem Global Nature Fund die Fischer vom ostafrikanischen Viktoriasee mit umweltfreundlichen Leuchten ausgestattet. Bei diesem Projekt werden Energiesparleuchten mit Akkus über Sonnenkollektoren aufgeladen und zum Fischen sowie zum Beleuchten der Hütten verwendet. Energiesparende Beleuchtung ist Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen 2009 rund 23 Milliarden Euro Umsatz erzielte. (IN 2010.09.2)



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