Auf den ersten Blick ist Wasser weltweit im Überfluss vorhanden, weil 71 Prozent der Erdoberfläche damit bedeckt ist.
Doch über 97 Prozent davon sind nicht trinkbares Meerwasser. Länder wie Singapur, in denen natürliche Wasserquellen rar sind, setzen daher auf Meerwasserentsalzung.
Bisherige Anlagen basieren entweder auf dem Prinzip der Erhitzung und Verdunstung, die jedoch mit rund zehn Kilowattstunden (kWh) je Kubikmeter einen hohen Energieverbrauch haben, oder der Umkehrosmose, bei der das Wasser durch einen Filter gepresst wird, was rund drei KWh pro Kubikmeter beansprucht.
Um diesen hohen Verbrauch zu senken, knüpfte die Regierung Singapurs ein Forschungsnetz und gründete das so genannte Waterhub. Hier entwickelte das Siemens-Forschungsteam sein Konzept zur energiearmen Entsalzungstechnologie, bei der Salze in einem elektrischen Feld aus dem Meerwasser entfernt werden.
Der neue Prozess verbraucht nur 1,5 kWh je Kubikmeter und verursacht entsprechend weniger Kosten.




