Ackerbegleitflora in der Schweiz gefährdet
Zahlreiche Ackerbegleitpflanzen sind in der Schweiz selten geworden.
Überdurchschnittlich viele dieser Arten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Farn- und Blütenpflanzen der Schweiz. Der Grund hierfür ist im intensiven Ackerbau zu suchen, mit dem ein hoher Dünger- und Herbizideinsatz sowie eine verbesserte Saatgutreinigung verbunden ist.
Ackerschonstreifen, das sind drei bis zwölf Meter breite Streifen in der Ackerkultur, die nicht mit Stickstoff gedüngt und ebenso nicht großflächig gegen Unkräuter behandelt werden dürfen, sollen helfen dieser Entwicklung entgegen zu steuern.
Eine Untersuchung dieser, durch die Schweiz geförderten, ökologischen Ausgleichsmaßnahme zeigte nun, dass in den Ackerschonstreifen signifikant mehr Pflanzenarten und Rote-Liste-Arten zu finden waren, als in der benachbarten Kultur. Insgesamt fanden sich jedoch nur zwölf Rote-Liste-Arten.
Um die Wirksamkeit der Maßnahme zu erhöhen, empfiehlt die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon die Ackerschonstreifen mit einer Saatgutmischung von Ackerbegleitpflanzen anzusäen.




