Ökologie Umwelt- Naturschutz

Environment Day 2005: Kritischer Blick auf Städte

Bis 2030 leben 60 Prozent der Erdbevölkerung in Ballungsräumen

In mehr als 100 Staaten der Welt sind gestern, Sonntag, Veranstaltungen zum “World Environment Day” über die Bühne gegangen. Die UN-Umweltorganisation UNEP will damit auf die triste Umweltsituation in den Ballungszentren hinweisen und die Menschen auf die Möglichkeit von “grünen Städten” aufmerksam machen. Nach Schätzungen der UNO wird bis 2030 mehr als 60 Prozent der Erdbevölkerung in Städten leben. Die Veranstaltungen rufen zum aktiven Mitmachen der Bevölkerung auf: Bürger sollen Bäume pflanzen oder sich an Säuberungsaktionen beteiligen.

Nach Angaben der UNEP sind gewaltige Anstrengungen zahlreicher Organisationen notwendig, um die drängenden Probleme in den Ballungszentren zu lösen. Schon heute leben mehr als 50 Prozent der Menschen in Städten, ein Drittel allerdings in Slums, der Großteil von ihnen in der Dritten Welt. Zu den größten Gesundheitsgefahren zählt vor allem die Luftverschmutzung. Jährlich sterben etwa 500.000 Menschen an den Folgen von lungengängigen Partikeln und Schwefeldioxiden. Die meisten Abgase stammen aus dem Autoverkehr. Vier Fünftel der Treibhausgase werden ebenfalls in den Ballungsräumen erzeugt.

In San Franzisko haben sich Bürgermeister von mehr als 50 Städten getroffen – darunter Shanghai, Rom, Kabul, Sydney um über die nachhaltige Zukunftsplanung der Ballungszentrum zu diskutieren. In Sri Lanka wurden in einer Riesenaktion Bäume entlang der vom Tsunami zerstörten Küste gepflanzt. In Japan werden Büromitarbeiter dazu angehalten auf Jacken und Krawatten zu verzichten und damit die Kosten für die Klimatisierung von Büros zu senken. Der World Environmental Day wurde 1972 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen.



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