Aufschluss der Yedoma-Sedimente mit den mächtigen Eismassen unterlagert von Fluss-Sedimenten aufgeschlossen an einem Arm der Lena im Flussdelta. Copyright: Janet Rethemeyer
Aufschluss der Yedoma-Sedimente mit den mächtigen Eismassen unterlagert von Fluss-Sedimenten aufgeschlossen an einem Arm der Lena im Flussdelta. Copyright: Janet Rethemeyer
Hydrothermale Austrittsfahnen als unsichtbare Transportwege für EisenEine neue Studie unter der Leitung des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – beleuchtet, wie hydrothermale Quellen am Meeresboden die Eisenverfügbarkeit und den globalen Stoffkreislauf im Ozean prägen. Die Überblicksstudie mit dem Titel „Iron’s Irony“ ist in Communications Earth & Environment erschienen. Die Studie fasst bestehende Forschungsergebnisse zusammen und interpretiert sie neu, um zu erklären, wie Eisen, das aus hydrothermalen Systemen freigesetzt wird, über ganze Ozeanbecken transportiert werden kann. „Das…
Vor Jahrmillionen produzierten einige Meeresorganismen Magnetpartikel von ungewöhnlicher Größe, die heute als Fossilien in Sedimenten zu finden sind. Nun ist es einem internationalen Team gelungen, die magnetischen Domänen auf einem dieser „Riesenmagnetfossilien” mit einer raffinierten Methode an der Diamond-Röntgenquelle zu kartieren. Ihre Analyse zeigt, dass diese Partikel es den Organismen ermöglicht haben könnten, winzige Schwankungen sowohl in der Richtung als auch in der Intensität des Erdmagnetfelds wahrzunehmen. Dadurch konnten sie sich verorten und über den Ozean navigieren. Vor einigen Jahren…
Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnten Tremore lokalisieren, die durch Magmabewegungen ausgelöst werden. Wie tickt ein Vulkan? Was passiert in der Erde darunter? Wo entstehen Erschütterungen – Tremore genannt – erzeugt durch Magma oder Gase, die sich durch Schlote einen Weg nach oben bahnen? Jun.-Prof. Dr. Miriam Christina Reiss, Vulkanseismologin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), und ihr Team haben am Vulkan Oldoinyo Lengai in Tansania solche Tremore lokalisiert. „Wir konnten die Tremore nicht nur nachweisen, sondern ihren Ort in…
Flusspferde, die heute nur noch in Afrika südlich der Sahara vorkommen, haben in Mitteleuropa viel länger überlebt, als bisher angenommen. Analysen von Knochenfunden zeigen, dass Flusspferde noch vor etwa 47.000 bis 31.000 Jahren im Oberrheingraben lebten, also während der letzten Eiszeit. Ein internationales Forschungsteam angeführt durch die Universität Potsdam und die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie hat dazu eine Studie im Fachjournal Current Biology veröffentlicht. Bisher ging man davon aus, dass gewöhnliche Flusspferde (Hippopotamus amphibius) in Mitteleuropa vor ungefähr…