Geowissenschaften

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Wie heiß ist zu heiß für das Leben tief unter dem Ozeanboden?

Publikation in Science: Internationales Team erforscht die Grenzen des Lebens Ab wann wird es zu heiß unter dem Meeresgrund, so dass mikrobielles Leben nicht mehr möglich ist? Diese Frage steht im Fokus einer engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Japan Agency for Marine‐Earth Science and Technology (JAMSTEC) und dem MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Eine Expedition im Rahmen des Bohrprogramms IODP (International Ocean Discovery Program) im Jahr 2016 hat neue Erkenntnisse zu den Temperaturgrenzen des Lebens unter…

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Weltraumteleskop Gaia misst die Beschleunigung unseres Sonnensystems

Die Messung der Beschleunigung unseres Sonnensystems durch Astronomen der TU Dresden ist ein wissenschaftliches Highlight des nun erscheinenden dritten Gaia-Katalogs. Mit dessen Veröffentlichung am 3. Dezember 2020, Punkt 12:00 Uhr, erhält die Öffentlichkeit Zugriff auf hochpräzise astronomische Daten, wie Positionen, Geschwindigkeiten, Helligkeiten und Farben von rund 1,8 Milliarden Himmelsobjekten. Was ist Gaia? Ziel der am 19. Dezember 2013 gestarteten ESA-Mission ist nichts geringeres als die Erstellung einer dreidimensionalen Karte sämtlicher Himmelskörper, die mit der 1000-Megapixel Kamera des Satelliten detektiert werden…

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Instrument für Wassermanagement in Südafrika entwickelt

Das Wassermanagement ist eines der drängendsten Probleme Südafrikas. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Prof. Dr. Harro Stolpe und Doktorand Justin Wiggett vom Lehrstuhl für Umwelttechnik und Ökologie im Bauwesen sowie Dr. Christian Jolk vom Zentrum für Umweltressourcenmanagement hat ein auf Geodaten basierendes Informationssystem (GIS) entwickelt, welches das Wasserressourcenmanagement rund um den 500 Kilometer langen Olifant-Fluss in Südafrika verbessern und unterstützen soll. Seit 2017 arbeiten die Bauingenieure und Umweltplaner der RUB gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern aus Deutschland und…

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Azoren-Plateau entstand durch Vulkanismus und tektonische Dehnung

Der submarine Terceira-Graben geht auf tektonische und vulkanische Aktivitäten zurück und ähnelt damit kontinentalen Grabensystemen. Dies zeigen Lavaproben vom Meeresboden, die 2016 bei der Expedition M128 mit dem Forschungsschiff Meteor gesammelt wurden. Bettina Storch vom GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersuchte das Alter und die chemische Zusammensetzung der Laven im Rahmen einer Masterarbeit. Die Ergebnisse wurden in der Online-Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. Die etwa 7 Kilometer dicke ozeanische Erdkruste ist im Mittel von 4,5 Kilometer Wasser bedeckt und daher…

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Erdbeben-Szenario für deutsche Großstadt

Was passiert, wenn es in der Nähe von Köln ein schweres Erdbeben gibt? Mit diesem Szenario befasst sich die “Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2019”, deren Bericht kürzlich dem Deutschen Bundestag vorgelegt wurde. In dem 125 Seiten starken Dokument haben Experten auf Basis umfangreicher Forschung detailliert aufgelistet, mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist. Was in Deutschland meist nur von Fernsehbildern und Medien aus anderen Ländern bekannt ist, ist das Ergebnis einer computergestützten numerischen Modellierung eines starken Erdbebens in der Nähe der Millionenstadt…

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Klimawandel erwärmt Grundwasser in Bayern

Die Grundwasserreservoirs in Bayern haben sich innerhalb weniger Jahrzehnte deutlich erwärmt. Das zeigt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die die Temperaturen an 35 Messstationen in unterschiedlichen Tiefen mit Daten aus den 1990er Jahren vergleicht. In einer Tiefe von 20 Metern ist das Wasser im Mittel fast ein Grad wärmer als vor 30 Jahren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift “Frontiers in Earth Science” veröffentlicht. Erwärmt sich die Luft, wird mit der Zeit auch der Boden wärmer…

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Der Nordatlantik verändert sich, aber die Zirkulation ist stabil

Neue Studie zeigt Kontrast zwischen Ozean-Eigenschaften und Strömungen. Im Zuge des Klimawandels verändern sich auch Eigenschaften des Nordatlantiks wie Sauerstoffgehalte, Temperaturen oder Salzgehalte – und zwar bis in große Tiefen. Doch ändert sich damit auch die Ozeanzirkulation? Wissenschaftler*innen des South China Sea Institute of Oceanology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, des Georgia Institute of Technology (USA) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigen in einer neuen Studie, dass trotz tiefgreifender Veränderungen der inneren Eigenschaften des Ozeans die Zirkulation seit…

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Ozon und Jetstream: Eine komplexe Beziehung

Aufwendigere Modelle haben bei der Darstellung atmosphärischer Veränderungen die Nase vorn. Ozon in der Stratosphäre schützt nicht nur das Leben auf der Erde vor gefährlicher UV-Strahlung. Es kann auch die Dynamik der Atmosphäre und damit letztendlich das Wettergeschehen in der untersten Atmosphärenschicht, der Troposphäre, beeinflussen. Eine neue Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigt jetzt, dass eine präzise, aber auch aufwendige Berechnung von Ozonwerten in Atmosphären-Ozeanmodellen notwendig ist, um Veränderungen des Jetstreams auf der Südhalbkugel nachvollziehen zu können. Die…

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Eisschilde an den Polen beeinflussen sich gegenseitig

In den letzten 40.000 Jahren haben sich Eisschilde, die Tausende Kilometer voneinander entfernt sind, durch Veränderungen des Meeresspiegels gegenseitig beeinflusst. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der Universität Bonn verglich Modellierungen von Eisschildveränderungen während des jüngsten Eiszeitzyklus mit neu verfügbaren geologischen Aufzeichnungen. Die Studie unter der Leitung von Natalya Gomez von der McGill-Universität in Montreal (Kanada) zeigt erstmals, dass in diesem Zeitraum Veränderungen des antarktischen Eisschildes im Süden durch schmelzenden Eisschilde in der nördlichen Hemisphäre beeinflusst wurden. Die Ergebnisse sind nun…

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Auf den Kopf gestellt – Komplexes Klima

ForscherInnen der Universität Graz bestätigen stärker werdende Temperaturinversionen durch den Klimawandel. Strahlender Sonnenschein auf den Bergen, Nebelsuppe und Kälte im Tal: So präsentiert sich in Österreich gerade das Herbstwetter. Diese Witterung ist als so genannte Inversionswetterlage bekannt, bei der es in größerer Seehöhe wärmer als in tieferen Lagen ist. Diese Temperaturumkehr tritt in der Arktis besonders häufig auf. Ein ForscherInnen-Team der Universität Graz rund um Sonika Shahi und Wolfgang Schöner hat dieses Phänomen genauer untersucht und die Ergebnisse im „Journal…

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Identische Entwicklung isolierter Lebewesen

Paläontologen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Calgary (Kanada) haben einen neuen Beleg für parallele Evolutionen geliefert: Conodonten – frühe Wirbeltiere aus der Zeit des Perm – haben sich in nahezu identischer Weise an neue Lebensräume angepasst, obwohl sie geografisch voneinander getrennt lebten. Die Forschenden konnten das anhand fossiler Zähne nachweisen, die sie an verschiedenen Orten der Erde gefunden hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B vorgestellt. Dass sich ziemlich gut…

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Mit Methan als Nahrungsquelle setzen Bakterien giftiges Arsen frei

Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt bisher unbekannten Mechanismus, der in Vietnam eine wichtige Rolle bei der natürlichen Verunreinigung des Grundwassers spielt Giftiges Arsen belastet großflächig Flüsse und Grundwasser in vielen südostasiatischen Ländern wie Bangladesch und Vietnam. Es wird durch die Aktivität von Mikroorganismen freigesetzt, über deren Nahrungsquellen jedoch bisher wenig bekannt war. Ein Team aus der Geomikrobiologie der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Andreas Kappler wies kürzlich nach, dass die Arsen freisetzenden Bakterien ihre Nahrung in den tieferen…

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Vermessen der Sandsteinformationen über der Felsenbühne Rathen

Unter Einhaltung der Corona-Regelungen konnten die Wissenschaftler des Institutes für Markscheidewesen und Geodäsie der TU Bergakademie Freiberg auch in diesem Jahr wieder die Felsformationen im Gebiet der Bastei vermessen. Damit gewährleisten sie unter anderem die Sicherheit für die zurzeit laufenden Umbauarbeiten an der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz. Nachdem durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie im März eine Wiederholungsmessung nicht möglich war, wurde diese im Oktober nachgeholt. Im Auftrag der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz erfassten die Freiberger WissenschaftlerInnen dafür die Felsformationen…

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Standardisiertes Register von Gesteinseigenschaften

Um regionale Simulationen des Untergrundes zu erstellen, betreiben Forschende großen Aufwand, die relevanten Gesteinsdaten zusammenzutragen. Dies ändert nun eine Datenbank, an der ein Geophysiker des Fraunhofer IEG mitgearbeitet hat. Sie unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Form, sondern in vielen geophysikalischen Eigenschaften, die sie mehr oder weniger nutzbar für Anwendungen in der Energiewende machen. Ob Gesteine in Zukunft als Wasserstoffspeicher dienen könnten, als Thermalwasserquelle oder Rohstofflager, hängt von Porosität, Härte, Durchlässigkeit und vielen weiteren Eigenschaften ab. Forschende, die etwa…

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Folgen des Gletscherschwunds

Heidelberger Wissenschaftler untersuchen Gletschersee-Ausbruch im Himalaya-Gebirge. Die Ursachen eines Gletschersee-Ausbruchs in der indischen Ladakh-Region mit Überschwemmungen als Folge haben Wissenschaftler des Südasien-Instituts und des Heidelberg Center for the Environment der Ruperto Carola untersucht. Um die Fallstudie in einen größeren Zusammenhang zu stellen, erarbeiteten die Forscher unter der Leitung des Geographen Prof. Dr. Marcus Nüsser mithilfe von Satellitenaufnahmen ein umfassendes Inventar von Gletscherseen der gesamten Trans-Himalaya-Region von Ladakh. Dabei konnten sie für einen Zeitraum von fünfzig Jahren Veränderungen in der Ausdehnung…

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Die Krater der Erde

Ein zweibändiger Atlas präsentiert und erklärt die weltweiten Einschlagsstellen von Meteoriten und Asteroiden Der Geologe Prof. Dr. Thomas Kenkmann vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg hat zusammen mit dem Mineralogen Prof. Dr. Wolf Uwe Reimold von der Universität Brasilia/Brasilien und Dr. Manfred Gottwald vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen zweibändigen Atlas herausgegeben, der für jeden Kontinent einen Überblick über sämtliche bekannten Einschlagkrater darstellt. Die Forscher präsentieren die mehr als 200 Einschlagstrukturen in hochaufgelösten topografischen…

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