Mit GOCE (Gravity-field and steady-state Ocean Circulation Explorer) übernimmt die Europäische Weltraumorganisation ESA weltweit die Führungsrolle auf diesem Forschungsgebiet.
In der internationalen Wissenschaftsszene gilt das Projekt als technologischer Quantensprung für die Geowissenschaften schlechthin. Die gewonnenen Daten werden zum einen detaillierten Aufschluss über den inneren Aufbau unseres Planeten geben und zur Erforschung von Erdbebenmechanismen beitragen.
Zum anderen dienen sie klimatologischen sowie ozeanografischen Untersuchungen, wie der Messung eines möglichen Anstiegs des Meeresspiegels oder der Analyse von Meeresströmungen.
GOCE wird gern als “Ferrari im All” bezeichnet, weil Geschwindigkeit und Bahn außergewöhnlich komplex sind: Der 5,3 Meter lange Satellit wird in einer extrem niedrigen und – bezogen auf seine Aufgabenstellungen – bisher noch nie geflogenen polaren Umlaufbahn von etwa 260 Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 8 km/Sekunde operieren.
“Europas Tor zum Weltall”, das European Space Operations Centre
(ESOC) der ESA in Darmstadt, bringt diesen Satelliten auf seinen schwierigen Kurs.
Das Gravitationsfeld der Erde kann GOCE nur exakt messen, indem er auf eine einzigartige Kombination aus Satellitennavigation und Ionenantrieb zurückgreift, seine Bahn permanent selbst korrigiert und damit Einwirkungen der Restatmosphäre auf die Gravitationsfeldmessungen eliminiert. GOCEs Herzstück ist sein hochpräziser Beschleunigungsmesser, mit dem die Geschwindigkeit einer Schneeflocke beim Auftreffen auf einen Hochseetanker gemessen werden könnte.
Umfangreiche Informationen, Bild- und Videomaterial unter:
http://www.esa.de und http://www.esa.int/goce
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, den Start der GOCE-Mission und die Übernahme des Satelliten durch die Flugingenieure live im Darmstädter ESA-Kontrollzentrum mitzuerleben.
Die Veranstaltung beginnt um 15h30.
Akkreditierung bei: Bettina.Braunstein@esa.int
ESA/ESOC, Robert-Bosch-Str. 5, 64293 Darmstadt




