In der renommierten Fachzeitschrift Geophysical Research Letters schätzen Jülicher Forscher nun ab, welchen Einfluss der Wasserstoff auf die Ozonschicht haben könnte, der aus einem weit verzweigten Wasserstoffnetz durch Leckagen entweicht. Beispielsweise ist Wasserstoff eine Quelle für Wasserdampf, der über die Bildung von Stratosphärenwolken die Produktion von ozonvernichtenden Chemikalien ankurbelt.
Die ersten Ergebnisse, die in enger Zusammenarbeit der Jülicher Forschungsbereiche Energie und Umwelt entstanden sind, geben jedoch Entwarnung. Selbst wenn die Hälfte der heutigen fossilen Energieträger durch Wasserstoff ersetzt werden könnte und 10 Prozent des Gases entweichen würden, wäre der zusätzliche Ozonverlust geringer als vier Prozent. Mit realistischeren Annahmen ist der Schaden fast verschwindend. Hinzu kommt, dass die volle Schadwirkung nur im Beisein von FCKW eintritt. Dank des FCKW-Verbots wird dessen Konzentration jedoch bis 2050 stark reduziert.
Was bleibt sind die positiven Effekte durch den Verzicht auf fossile Energieträger.
Sensitivity of Arctic ozone loss to stratospheric H2O, T. Feck et al., GEOPHYSICAL RESEARCH LETTERS, VOL. 35, L01803, doi:10.1029/2007GL031334, 2008
Ansprechpartner:
Martin Riese, 02461 61 2065, ICG-1, m.riese@fz-juelich.de Thomas Feck, 02461 61 6553, IEF-PBZ, t.feck@fz-juelich.de
Zum Artikel im Internet:
http://www.agu.org/pubs/crossref/2008/2007GL031334.shtml
Mehr Hintergrundinformationen:
http://www.fz-juelich.de/portal/lw_resource/datapool/pdfs/2008-02-28-Hintergrund_Wasserstoff_und_Ozon.pdf




