Wenn Städte immer mehr an Boden gewinnen: Wie gelingt Land- und Gartenbau südlich der Sahara?
Ökologische Landwirtschaft nahe Dar es Salaam (Tansania): Aus einem Nährstoffballen mit Rindenmulch wachsen bis zu zehn Kilogramm Pilze.
Kilian Köbrich / Universität Oldenburg
Die rasant fortschreitende Urbanisierung in vielen Gebieten Subsahara-Afrikas stellt die dortigen Gesellschaften vor ernsthafte Probleme. Die Metropolen Afrikas wie Nairobi (Kenia), Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) und Dar es Salaam (Tansania) wachsen sehr schnell und lösen ländlich-agrarische Wirtschaftssysteme in ihrem Umkreis nach und nach ab.
Gleichwohl haben sich kleinteilige Landwirtschaft und Gartenbau in den Städten Afrikas etabliert und leisten einen wichtigen Beitrag, um die Bevölkerung zu ernähren.
Jedoch haben die Bauern zu kämpfen: mit unsicheren oder unklaren Landnutzungsrechten, fehlender politischer Akzeptanz, der Verschmutzung von Böden, Wasser und Luft, der unzureichenden Wasserversorgung und massiven Schäden im Fall von Überschwemmungen.
Die Wissenschaftler im Projekt ECOSOLA wollen im Projekt unter anderem einige ökologisch wirtschaftende Modellbetriebe in den Blick nehmen und konkrete Lösungsansätze für urbane Landwirtschaft in Afrika entwickeln.
„Mit dem Projekt wollen wir einen Beitrag leisten, nachhaltige Lösungen für die uns alle betreffenden Herausforderungen Afrikas zu etablieren“, sagt Projektkoordinator Siebenhüner.
Seine Arbeitsgruppe „Ökologische Ökonomie“ und die Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie“ des Oldenburger Ökologen Prof. Dr. Michael Kleyer arbeiten in dem dreijährigen Vorhaben eng zusammen mit der Universität Dar es Salaam und der Nelson Mandela Metropolitan University (Port Elizabeth, Südafrika).
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