Wie bei der herkömmlichen Nasslagerung werden die im Polter gelagerten Stammabschnitte durch das Bewässern gegen Pilz- und Käferbefall sowie Aufreißen infolge Austrocknung geschützt.
Innovativ ist das entwickelte System wegen seiner mobilen Ausführung, die Module einschließlich der Steuer- und Messstation sind in Containern vorbereitet und können kurzfristig installiert werden.
Durch die konzipierten Kreislaufsysteme wird im Vergleich zu konventionellen Anlagen weniger Wasser verbraucht und folglich abgegeben, was zu Kosteneinsparungen und geringeren umwelttechnischen Genehmigungsaufwänden führt. Die ökonomischen und ökologischen Bilanzen werden zudem durch einen geringeren Stromverbrauch infolge der optimierten Bewässerungssysteme verbessert.
Ein derartiges Nasslagersystem kann die Rundholzlagerung nach Großschadereignissen im Wald, wie 2007 bei der durch Orkan „Kyrill“ hervorgerufenen Kalamität, flexibler und effizienter gestalten. Damit werden Ressourcen nachwachsender Rohstoffe aktiv geschont.
Die Vorstellung der Forschungsergebnisse erfolgt während einer Tagung des Service- und Kompetenzzentrums Gotha der „ThüringenForst A.ö.R.“ über Strategien zur Kalamitätsbewältigung in der Forst- und Holzwirtschaft, die sich mit aktuellen Fragestellungen des forstbetrieblichen Risikomanagements, den Auswirkungen von Kalamitäten auf die Holzbe- und –verarbeitende Industrie und notwendige Genehmigungsverfahren bei der Anlage von Nasslagerplätzen befasst.
An ihr beteiligen sich Vertreter von Landes-, Kommunal- und Privatforstverwaltungen, Landratsämtern, der Säge- und Holzindustrie, der Naturschutz- und Wasserwirtschaftsverwaltungen, von NGO´s, der Waldbesitzerverbände, der Forstunternehmer, des Holzhandels sowie des Katastrophenschutzes.
Interessenten können unter http://www.fh-erfurt.de/lgf/fo/aktuelles den Tagungsplan der am 17.04. um 9 Uhr in den Räumen des Bildungszentrums der Thüringer Steuerverwaltung (Bahnhofstraße 12, 99867 Gotha/Thüringen) beginnenden Tagung als pdf herunterladen.




