Eine schonende Methode zur Diagnose von Baumkrankheiten haben Mathematiker der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit Forstwissenschaftlern der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen entwickelt.
Die computergestützte sogenannte “Impedanztomographie” spürt Verletzungen und Erkrankungen an lebenden Bäumen vor Ort auf, ohne diese zu verletzen. Das computergestützte Verfahren beruht auf der mathematischen Auswertung von Strom- und Spannungsdaten, die am Stamm des Baumes gemessen werden. Aus diesen Daten lässt sich die Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit oder des elektrischen Widerstands im Bauminneren nachvollziehen. Diese Daten wiederum erlauben Rückschlüsse darauf, ob ein Stamm gesund ist oder Defekte aufweist. Das Verfahren ermöglicht auch eine dreidimensionale Abbildung des Bauminneren.
Da jede defekte Stelle in einem Baum eine drastische Reduzierung des Verkaufspreises bedeutet, ist es wirtschaftlich sinnvoll, Krankheiten möglichst früh zu erkennen. Nach Aussagen der Forscher ermöglicht das neue Verfahren genau dies, ohne den Stamm zu verletzten. Zudem erlaube es auch Rückschlüsse auf die Stabilität und damit die Umsturzgefahr eines Baumes, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Universität Göttingen. Das Verfahren wurde auf der CEBIT in Hannover der Öffentlichkeit vorgestellt.




