In den vergangenen Jahrzehnten hat die Zahl allergischer Erkrankungen stetig zugenommen. Mittlerweile sind bis zu 50 Prozent der Bevölkerung von mindestens einer Allergie betroffen. Auch Lebensmittel können bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen – zum Beispiel Durchfall, Hautausschläge oder Pusteln an den Lippen.
Macht es dabei einen Unterschied, ob Erntegut ökologisch oder konventionell angebaut wird? Dieser Frage ist das Bundesinstitut für Risikobewertung nachgegangen. Ein Forschungsprojekt hat am Beispiel von Möhren, Sellerie und Äpfeln untersucht, ob die Anbauweise das allergische Potenzial von Lebensmitteln beeinflusst. Ergebnis: Die Anbauweise spielt für die Übertragung der Allergen-Gene eine untergeordnete Rolle. Entscheidender sind die Sorte und das Anbaujahr.
Wo Bio drauf steht, ist Bio drin – mehr als 3.500 Lebensmittelproben ökologischer und nichtökologischer Herkunft aus Deutschland wurden auf ihren Pestizidgehalt untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig.
Bio ist frei von Pestiziden und Herbiziden. Das kann ja jeder sagen! Mit dieser Studie liegen erstmals konkrete wissenschaftlich gesicherte Daten zu den in den letzten Jahren in Deutschland gehandelten Lebensmitteln vor.
Von den erfassten 3.521 Obst- und Gemüseproben überschritten 1,3 Prozent nichtökologischer und nur 0,2 Prozent ökologischer Herkunft die jeweilige Höchstmenge nach RHmV (Verordnung über Höchstmengen an Rückständen von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, Düngemitteln und sonstigen Mitteln in oder auf Lebensmitteln). Ganz ohne Rückstände waren 96,9 Prozent der Proben ökologischer Herkunft gegenüber 65 Prozent der Proben aus konventionellem Anbau.
Diese Ergebnisse zeigen auch: Die Auffassung, dass sich Lebensmittel aus ökologischem Anbau und konventioneller Produktion wegen der allgemeinen Umweltverschmutzung und aufgrund von Abdrift kaum unterscheiden, ist zumindest für den Bereich Pestizidrückstände in Obst und Gemüse nicht zutreffend.




