Wirtschaft Finanzen

EMI: Wirtschaft wächst im September langsamer

Die Gründe: Einerseits schwächte sich der Geschäftsverlauf im
Investitions- und Vorleistungsgüterbereich ab, andererseits mussten die Konsumgüterhersteller erstmals seit acht Monaten wieder markante Einbußen hinnehmen. Der EMI notiert aber immer noch weit über der neutralen Marke von 50 (Werte über 50 signalisieren Wirtschaftswachstum).
“Da sich die Rohstoffe weltweit verteuern, mussten die deutschen Industriebetriebe im September einen starken Kostenanstieg hinnehmen.

Damit dürften auch die Beschaffungspreise langfristig anziehen. Die deutschen Einkäufer sind gut beraten, ihr Risikomanagement den neuen Entwicklungen anzupassen”, kommentierte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Dienstag die aktuelle EMI-Statistik.

Der Teilindex Leistung gab ein weiteres Mal nach und landete mit
54,5 (August: 60,5) auf dem niedrigsten Wert seit Oktober 2009 (54,4). Bei den Auftragseingängen mussten sowohl Global Player als auch KMU den zweiten Monat in Folge empfindliche Einbußen hinnehmen. Der Jobaufbau beschleunigte sich im Berichtsmonat (54,5 nach 54,0 im August) nochmals leicht und fiel erneut überdurchschnittlich stark aus.

Der “Markit/BME-Einkaufsmanager-Index” (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).



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