Der Aufschwung in Deutschland bleibt damit labil.” Dies erklärt Anton F.
Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels heute in Berlin anlässlich der Veröffentlichung der Großhandelsumsatzzahlen durch das Statistische Bundesamt.
Die Großhandelsumsätze stiegen im Juni nominal um 0,7 Prozent und real um 0,2 Prozent an. Die Verkaufszahlen im Handel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör stiegen mit real 10,0 Prozent deutlich an.
Jedoch in vier der sechs Großhandelbranchen lagen die Umsätze unter denen des Vorjahresmonats, darunter im Handel mit Lebensmitteln und Getränken, der mit einem realen Umsatzminus von 3,7 Prozent schrumpfende Verkaufszahlen zu verzeichnen hatte.
“Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben im Gegensatz zur Politik gemacht. Durch Rationalisierung und Konsolidierung haben sie in den vergangenen Jahren ihre Wettbewerbsposition behaupten und sogar ausbauen können. Der erfreuliche Beschäftigungsaufbau muss jetzt durch weitere Maßnahmen der Politik gestützt werden, etwa indem sie die Spielräume zur stärkeren Beitragssenkung in der Arbeitslosenversicherung nutzt. Die weiterhin hohen Lohnnebenkosten bremsen den Konsum und damit den Aufschwung insgesamt”, so Börner abschließend.




