Südkoreanische Hersteller bauen Spitzenposition aus
Der weltweite Absatz von Plasma Display Panels (PDP) hat zum Jahresbeginn kräftig angezogen und kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 72, 8 Prozent. Weltweit haben die Hersteller im abgelaufenen Quartal 1,29 Mio. PDPs verkauft, geht aus Berechnungen der südkoreanischen Marktforscher von DisplayBank hervor. Seit 2003 verzeichneten die Plasmabildschirme damit jedes Quartal eine Steigerungsrate von mindestens zehn Prozent. Den Aufschwung verdanken die PDPs gegenüber konkurrierenden Flachbildschirmtechnologien offenbar vor allem ihrem Preisvorteil im Markt für großformatige TV-Panels. Für das laufende Jahr sagen die Marktforscher einen weiteren Boom voraus. Insgesamt sollen 2005 rund 6,5 Mio. PDPs abgesetzt werden, ein Plus von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im abgelaufenen Quartal konnten die südkoreanischen Hersteller Samsung SDI und LG Electronics ihre Spitzenposition auf dem PDP-Markt weiter ausbauen. Zusammen zeichneten sie für 63,7 Prozent des weltweiten Absatzes verantwortlich. Die Südkoreaner hatten im Schlussquartal 2004 zum ersten Mal gemeinsam mehr als die Hälfte der weltweit verkauften PDPs hergestellt, könnten ihren Marktanteil aber aufgrund weiterer Kapazitätserweiterungen im laufenden Jahr noch ausbauen. Dagegen haben sich Konkurrenten wie der japanische Elektronikkonzern Fujitsu aus der PDP-Herstellung zurückgezogen. Pioneer und der taiwanesische Hersteller FPDC haben Investitionen aufgeschoben, berichtet das asiatische IT-Portal DigiTimes.
Der harte Wettbewerb hat auch im Bereich Plasma-Displays seine Spuren hinterlassen und für einen Preisrutsch gesorgt. In Taiwan ist ein 42 Zoll großer Plasmafernseher laut DigiTimes für 1.500 Dollar zu haben. Aufgrund des Preisverfalls ist es nach Angaben der Marktforscher von DisplayBank für die PDP-Hersteller noch ein weiter Weg zur Profitabilität. Im laufenden Jahr könnte vor allem die Senkung der Produktionskosten für die Produzenten zum Kernthema werden. (pte-Trend)




