Wirtschaft Finanzen

Deutscher PC-Markt: Absatzplus kontra Preisverfall

Branche wächst stärker als erwartet

Der deutsche PC-Markt hat sich im abgelaufenen 3. Quartal noch besser als bisher erwartet entwickelt. Nach Berechnungen von IDC hat der Absatz von Desktops und Laptops gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent zugelegt. Angetrieben wurde das Wachstum wenig überraschend von Notebooks, während der Desktop-Bereich hinterherhinkte, gab IDC bekannt.

Der Notebook-Bereich hat für sein Wachstum freilich erheblichen Tribut zollen müssen – die Preise gingen gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent zurück. So legte der Absatz der Laptops in Stückzahlen um über 58 Prozent zu, was aber den Herstellern unter dem Strich nur ein 16prozentiges Umsatzplus bescherte. “Dabei haben alle Anbieter mit Kampfpreisen aufwarten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Marktanteile zu gewinnen”, schreibt IDC. Der Marktforscher erwartet eine weitere Erosion der Preise in der nahen Zukunft. Diese sollten sich erst wieder in der zweiten Jahreshälfte 2004 stabilisieren.

Der Desktop-Markt war im Berichtszeitraum weiter schwach und verzeichnete ein Minus bei den verkauften Produkten von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verstärkt wurde der negative Trend vor allem durch die Zurückhaltung der Privathaushalte, die um 7,3 Prozent weniger PCs einkauften. Bei den Geschäftskunden konnte dagegen ein bescheidenes Plus von 1,1 Prozent erzielt werden. Unter den Anbietern führt Fujitsu Siemens klar vor HP und der deutschen Medion. Platz vier und fünf nehmen Acer und Dell ein.



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