Wirtschaft Finanzen

Keine Deflationsgefahr in Deutschland

“Deutschland steht nicht vor einer Deflation”, erklaerte Dr. Manfred Weber, Hauptgeschaeftsfuehrer und Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), angesichts der juengsten Diskussion ueber die Geldwertstabilitaet in Deutschland. Ein sinkendes Preisniveau allein reiche noch nicht aus, die negativen realwirtschaftlichen Auswirkungen einer Deflation tatsaechlich hervorzurufen.

Hinzu komme, dass Deutschland als Teil der EWU durch die Wirkung des internationalen Preiszusammenhangs gewissermassen gegen einen anhaltenden Rueckgang des Preisniveaus geschuetzt sei. “Deutsche Unternehmen werden bei sinkenden Preisen wettbewerbsfaehiger, was zu einer Belebung der Nachfrage fuehren wuerde”, so Weber weiter. “Eine Deflation in Teilbereichen eines Waehrungsgebietes – wie der EWU – ist deshalb hoechst unwahrscheinlich.”

Ein stabiler Geldwert sei eine unverzichtbare Voraussetzung und ein wertvoller Aktivposten fuer eine solide Wirtschaftspolitik. “Mit einer Preissteigerungsrate, die in Deutschland gegenwaertig unter 1 Prozent liegt, koennten die Bedingungen fuer die notwendige Reformpolitik von monetaerer Seite nicht guenstiger sein”, unterstreicht Weber die derzeitige Chance fuer eine schnelle und konsequente Umsetzung der Reformen.

In einer neuen Broschuere des Bankenverbandes mit dem Titel “Deutschland steht nicht vor einer Deflation” aus der Reihe “Argumente zum Finanzmarkt” wird die aktuelle Entwicklung eingehend analysiert. Die Publikation kann im Internet als pdf-Dokument heruntergeladen oder als Druckfassung bestellt werden.



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