Die US-Supermarktkette 7-Eleven bietet in rund 1.000 Filialen Finanzdienstleistungen rund um die Uhr an. Letzte Woche wurde die Zusammenarbeit mit e-Money Systems vorgestellt. Im vergangenem Jahr hat 7-Eleven damit begonnen, seine US-Filialen mit “Vcom” (Virtual Commerce) genannten Terminals auszustatten, rund 1.000 Geschäfte haben bereits eine solche vollautomatische Station in Betrieb. Dort können Schecks eingelöst, Bargeld behoben, Western Union Geldanweisungen und bestimmte Warenlieferungen in Auftrag gegeben sowie Verizon-Festnetztelefonrechnungen bezahlt werden. Durch die Zusammenarbeit mit e-Money sollen ab Herbst Forderungen hunderter Firmen rund um die Uhr beglichen werden können.
Als primäre Zielgruppe des neuen Angebotes nennt der Supermarktbetreiber jene wachsende Gruppe von Personen, die über kein Bankkonto verfügen. Gegenwärtig sollen dazu neun Prozent aller Haushalte gehören. Die US-Banken haben diese Schicht mit niedrigen Einkommen bisher vernachlässigt, was Unternehmen aus anderen Branchen neue Geschäftsmöglichkeiten ermöglicht. Aber auch Amerikaner mit Bankkonto, denen beispielsweise aufgrund einer nicht zeitgerecht bezahlten Rechnung die Einstellung der Stromlieferung droht, dürften den neuen Service interessant finden – die Information über eine Einzahlung wird nämlich sofort automatisch an den Empfänger übermittelt. Nächstes Jahr sollen weitere 2.500 Filialen mit den Terminals ausgerüstet werden.
Die Rechnungen von Vcom- und eMoney-Partnerunternehmen können ab Herbst rund um die Uhr an den Terminals mittels Bargeld, Kreditkarte, ATM Debit Karte, bestimmten Schecks und später auch mit einer von 7-Eleven aufgelegten Convenience Card, auf der zuvor eingezahltes Guthaben gespeichert ist, bezahlt werden. Dem User wird umgehend eine Bestätigung ausgedruckt, ebenso wird der Empfänger des Geldes schnell (oft real-time) vom Zahlvorgang in Kenntnis gesetzt. Der in Amerika häufig gepflegte Versand von Schecks per Post oder Banküberweisungen haben hingegen deutlich längere Laufzeiten.




