Deutsche Börse führt Zentralen Kontrahenten für Aktien in zwei Stufen ein
Die Deutsche Börse wird den Zentralen Kontrahenten für den Aktienhandel (CCP) in Xetra und auf dem Parkett der FWB Frankfurter Wertpapierbörse auf Wunsch der Marktteilnehmer in zwei Stufen einführen.
Der Start erfolgt am 27. März 2003 mit voraussichtlich 60 Werten aus DAX und MDAX, die rund zehn Prozent des Handelsvolumens ausmachen. Für den 10. April ist die zweite Stufe geplant. Dann werden alle rund 1000 deutschen, auf Xetra handelbaren, girosammelverwahrten Aktien einbezogen sein, die der Zentrale Kontrahent in der ersten Ausbaustufe umfassen wird. Der CCP, mit dessen Einführung die bisher zweistufige Prozesskette im Kassamarkt (Handel und Settlement) um das Clearing erweitert wird, tritt automatisch in Geschäfte ein und ist somit die Gegenpartei für Käufer und Verkäufer. Als Zentraler Kontrahent fungiert wie für den Handel an den Eurex-Märkten die Eurex Clearing AG, eine Tochtergesellschaft der Eurex.
Die gestaffelte Einführung bietet den Marktteilnehmern die Möglichkeit, die Stabilität ihrer angepassten Backoffice-Systeme und internen Prozesse nochmals unter Produktionsbedingungen und bei gleichzeitig reduziertem Volumen zu überprüfen. Damit minimiert die Deutsche Börse die Einführungsrisiken für die Teilnehmer.
Die Deutsche Börse, für die sich die gestaffelte Einführung ohne Zusatzaufwand umsetzen lässt, bietet während der verlängerten Einführungsphase die gewohnte, umfassende Kundenbetreuung sowie eine Simulationsumgebung für weitere Tests an. Auf diese Weise soll der reibungslose Produktionsstart des ersten CCP-Release gewährleistet werden.




