Wirtschaft Finanzen

Fünftgrößtes Privat-Forschungsinstitut Europas gegründet

Baskische Tecnalia soll 72 Mio. Euro bis 2006 erwirtschaften

Die vier baskischen Forschungszentren Labein, Azti, Robotiker und Inasmet haben im Baskenland das nach eigenen Angaben fünftgrößte private Technologieinstitut Europas gegründet. Ziel des neuen Instituts Tecnalia ist es, bis zum Jahr 2006 einen Umsatz von mehr als 72 Mio. Euro zu erwirtschaften. Derzeit umfassen die vier Forschungszentren mehr als 1.500 Kunden. Im Zuge der Neugründung erhofft man sich durch die Gewinnung von Neukunden eine Umsatzverdopplung.

Schätzungen zufolge rangiert Tecnalia hinter den vier europäischen Privat-Forschungsunternehmen – den deutschen Fraunhofer Instituten, den niederländischen TNO-Instituten, dem technischen Forschungszentrum von Finnland VTT und der norwegischen Sintef-Gruppe – an fünfter Stelle. Tecnalia zählt mehr als 600 Mitarbeiter, die in neun Technologie-Parks von Bilbao bis San Sebastian tätig sind.

Durch das Institut soll die bestehende Zusammenarbeit der vier Forschungszentren mit einer Reihe von KMU bzw. größeren Einrichtungen wie der europäischen Weltraumorganisation ESA weiter ausgebaut werden. Das Institut ist laut eines Berichtes der europäischen Informationseinrichtung Cordis in Bezugnahme auf einen Institutssprecher durch ein nun umfassenderes Leistungsspektrum und die Ressourcen-Bündelung groß genug, um im europäischen Forschungsraum wettbewerbsfähig zu sein.

Bisher erfolgt ein Großteil der Forschungsmaßnahmen zum Nutzen der baskischen Region. Durch neue Mitglieder aus anderen Teilen Spaniens könnten Forschungsschwerpunkte aber verändert werden. Der Schwerpunkt des Azti-Zentrums liegt derzeit in der Umwelt- und Meeresforschung. Labein, Robotiker und Inasmet beschäftigen sich mit einer breit gefächerten Forschungsbandbreite wie Telekommunikation, Robotik, Elektronik, Materialforschung, Petrochemie und Luftfahrt.



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