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SCHOTT nimmt zweite Schmelzwanne für TFT-LCD Glas in Betrieb

Der Mainzer Technologiekonzern SCHOTT nahm heute am Standort Jena seine neue Schmelzwanne für große TFT-LCD (Thin Film Transistor-Liquid Crystal Display) Glassubstrate in Betrieb. 60 Millionen Euro hat das Unternehmen in seine zweite Schmelzwanne für Displayglas für Flachbildschirme investiert und dabei rund 100 Arbeitsplätze bei der SCHOTT Displayglas Jena GmbH geschaffen. Damit steigen die Investitionen des Konzerns in Jena in das Displayglas Geschäft auf insgesamt 110 Millionen Euro und 170 Arbeitsplätze seit 2003.

“Wir bauen mit dieser Wanne unser Asiengeschäft weiter aus und stärken gleichzeitig den Standort Jena mit einer hochtechnologischen Fertigung der Spitzenklasse,” sagt der Vorsitzende des Vorstandes der SCHOTT AG, Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer.

Die neue Wanne ist Teil einer 150 Millionen Euro Investition in den Ausbau der Fertigung von Glassubstraten für TFT-LCD Flachbildschirme. Für die Weiterverarbeitung großformatiger TFT-LCD Glassubstrate hat SCHOTT im November 2005 ein Joint Venture mit dem japanischen Technologieunternehmen Kuramoto Seisakusho Co. Ltd. in Südkorea gegründet. 90 Millionen Euro investieren die Mainzer in das neue Gemeinschaftsunternehmen SCHOTT KURAMOTO Processing Korea Co. Ltd., das Ende Februar 2007 in Betrieb genommen wird. Damit wird SCHOTT die Nachverarbeitung von Glassubstrate der Generation 5 und 7 in Serie anbieten können.

Die bearbeiteten Glassubstrate werden an Hersteller von Flachbildschirmen für Computermonitore, Notebooks und Fernseher in Asien geliefert. Besonders der Absatzboom bei TFT-LCD Fernsehgeräten treibt die Nachfrage nach großformatigen Gläsern der Generation 7 und höher voran. Diese erlauben es den Herstellern, mehrere TFT-LCDs Panels in einem einzigen Produktionsschritt zu fertigen und dadurch die Produktionskosten zu senken.

Der Weltmarkt für flache TFT-LCD Fernseher hat sich im Jahr 2006 auf mehr als 40 Millionen Fernseher zum zweiten Mal hintereinander verdoppelt. Prognosen gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für Glassubstrate in diesem Segment von 20 bis 30 Prozent bis 2010 aus.

Mit der neuen Wanne wird SCHOTTs Schmelzkapazität für großformatige Dünngläser mehr als verdoppelt. Das Displayglas wird in Jena geschmolzen und per Float-Verfahren auf die Abmessungen für die “Generation 7” von 1,87 mal 2,2 Meter gebracht – bei einer Dicke von nur 0,7 Millimeter und höchsten Qualitätsansprüchen.

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der seine Kern­aufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeits­bedingungen der Menschen sieht. Dafür werden Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt. Schwerpunkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Optik und Elektronik, Pharmazie und Solarenergie. Der SCHOTT Konzern ist mit Produktions- und Vertriebs­stätten in allen wichtigen Märkten kundennah vertreten. Rund 17.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Weltumsatz von knapp 2 Milliarden Euro. Die technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Unternehmens ist verbunden mit der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung.

Presseinformation Nr. 102, 28. November 2006
Redaktion: Klaus Hofmann Leiter
Corporate Public Relations / Pressesprecher
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