In jüngster Zeit haben jedoch die Kultusbehörden einiger Bundesländer die Möglichkeiten für Einschulungen jüngerer Kinder deutlich erweitert. So wurde in Berlin das Einschulungsalter um ein halbes Jahr und in Brandenburg um ein Vierteljahr gesenkt. Aufgrund dessen ist der Anteil der Sechsjährigen, die die Schule besuchen, in den letzten Jahren angestiegen: von rund 50% im Jahr 2000 auf knapp 58% im Jahr 2005.
In allen Ländern des früheren Bundesgebietes, mit Ausnahme Bayerns, sank im Schuljahr 2006/2007 die Zahl der ABC-Schützen. In den neuen Ländern verlief die Entwicklung, zum Teil auch wegen des Basiseffekts durch den vorgezogenen Schuleintritt im Jahr 2005 (in Berlin und Brandenburg), unterschiedlich.
Ausgehend von den Bevölkerungsdaten ist im früheren Bundesgebiet bis 2010 mit einem Rückgang der Schulanfängerzahlen von 6,5% zu rechnen, in den neuen Ländern werden die gestiegenen Geburtenzahlen der letzten Jahre zu etwas höheren Einschulungszahlen von 0,1% führen.
Der überwiegende Teil der Schulanfänger im Schuljahr 2006/2007 begann seine Schullaufbahn in Grundschulen (95,5%). Lediglich 3,5% der ABC-Schützen wurden in Förderschulen, 0,8% in Freien Waldorfschulen und 0,3% in Integrierten Gesamtschulen eingeschult. Von den Schulanfängern waren 51,5% Jungen, in den Sonderschulen lag ihr Anteil mit 66,4% überdurchschnittlich hoch.
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