Damit setzte sich der seit Jahresbeginn 2005 zu beobachtende Trend rückläufiger Unternehmensinsolvenzen auch im August 2006 fort. Dagegen haben die Verbraucherinsolvenzen im August 2006 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32,0% auf 8 050 Fälle weiter deutlich zugenommen.
Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlassinsolvenzen lag die Gesamtzahl der Insolvenzen im August 2006 bei 13 144 Fällen; das waren 10,1% mehr als im August 2005. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für August 2006 mit 2,2 Milliarden Euro gegenüber 2,9 Milliarden Euro im August des Vorjahres.
Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Fünftel der Insolvenzfälle ausmachen, entfiel auf sie rund die Hälfte aller Forderungen. Von Januar bis August 2006 wurden 21 011 Insolvenzen von Unternehmen (- 17,2%) und 59 652 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 39,1%) gezählt.
Insgesamt registrierten die Gerichte in diesen acht Monaten 101 908 Insolvenzen, das waren 14,7% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Weitere Auskünfte gibt: Wilfried Brust, Telefon: (0611) 75-2570, E-Mail: wilfried.brust@destatis.de

