Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben sich im Jahr 2005 an deutschen Hochschulen 2 001 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen habilitiert, das waren 282 (- 12%) weniger als im Vorjahr. Insbesondere in den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften (- 22%) sowie Sprach- und Kulturwissenschaften (- 20%) ging die Zahl der Habilitationen im Vergleich zu 2004 deutlich zurück.
Mit der Habilitation weisen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Lehrbefähigung nach und können sich um eine Professur an Hochschulen bewerben. Der Rückgang bei den Habilitationen dürfte auf die Etablierung der Juniorprofessur zurückzuführen sein, die seit 2002 einen alternativen Qualifizierungsweg zum traditionellen Habilitationsverfahren darstellt.
Wie in den Jahren zuvor wurden die meisten Habilitationsverfahren 2005 in der Fächergruppe Humanmedizin (43%) abgeschlossen. Darauf folgen die Sprach- und Kulturwissenschaften (19%), Mathematik, Naturwissenschaften (19%) und die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 11%.
Der Frauenanteil bei den Habilitierten lag wie 2004 bei 23%. In den Sprach- und Kulturwissenschaften, die mit 36% über den höchsten Frauenanteil verfügen, war im Vergleich zu 2004 ein leichter Anstieg um einen knappen Prozentpunkt zu verzeichnen. Ebenso in der Humanmedizin: Hier stieg die Quote um einen guten Prozentpunkt auf 20%. Dagegen sank der Anteil der Habilitierten in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften um 3 Prozentpunkte auf 18%.
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