Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden in Deutschland im Jahr 2004 im kombinierten Verkehr insgesamt 224 Millionen Tonnen Güter einschließlich Umladungen befördert, das waren 8,8% mehr als im Jahr 2003. Im kombinierten Verkehr übernehmen Eisenbahnen und Schiffe den Ferntransport von Gütern, Lastkraftwagen dagegen sammeln oder verteilen diese im Nahverkehr.
Der unbegleitete kombinierte Verkehr transportierte 202 Millionen Tonnen (90%), davon 168 Millionen Tonnen per Container und 34 Millionen Tonnen mit anderen nicht selbstfahrenden Transportmitteln wie Sattelaufliegern. Der begleitete kombinierte Verkehr (= Transport von kompletten Lastkraftwagen) erbrachte mit 10% eine Transportmenge von 22 Millionen Tonnen.
Container bestimmen somit immer stärker den Gütertransport in Deutschland: Im Vergleich zum Vorjahr ist der unbegleitete kombinierte Verkehr mit Containern um 15,0% gestiegen, der Transport per Fahrzeuganhänger und Sattelauflieger nahm um 18,0% zu. Der begleitete kombinierte Verkehr, zu dem auch die “Rollende Landstraße” gehört, ist hingegen um 29,4% zurückgegangen.
Erstmalig wurden auch Angaben zu so genannten Short-Sea-Verkehren veröffentlicht. Das sind Seeverkehre zwischen Deutschland und Europa beziehungsweise dem Mittelmeerraum, die theoretisch auch auf der Straße durchgeführt werden können. Short-Sea-Verkehre entlasten somit die Straßen und hatten 2004 einen Anteil von 57,8% am gesamten kombinierten Seeverkehr.
Weitere Ergebnisse – vor allem Informationen zur regionalen Verflechtung von Transporten im kombinierten Verkehr, zum Modal- Split von wichtigen Umschlagsorten und zu möglichen Verlagerungspotenzialen – enthält die Fachserie 8, Reihe 1.3, die jetzt aktualisiert für 2004 vorliegt. Sie kann kostenfrei über den Statistik-Shop (http://www. destatis.de/shop, Suchwort: Kombinierter Verkehr) bezogen werden.
Weitere Auskünfte gibt:
Kristina Walter,
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