Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Januar 2006 – wie schon im Dezember 2005 – um 6,8% über dem Vorjahresstand. Im November 2005 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,5% betragen. Für den starken Anstieg der Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich ist – wie schon in den Vormonaten – im Wesentlichen die auf Grund gestiegener Weltmarktpreise anhaltende Verteuerung der Energie (+ 49,9% gegenüber Januar 2005) verantwortlich. Insbesondere rohes Erdöl, aber auch Mineralölerzeugnisse und Erdgas waren dabei die Hauptverursacher. Für rohes Erdöl mussten die Importeure im Januar 2006 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat 54,3% mehr bezahlen, für Mineralölerzeugnisse stiegen die Preise um 52,2%. Insbesondere Motorenbenzin wurde im Vorjahresvergleich teurer (+ 54,0%). Die Preise für Erdgas stiegen im gleichen Zeitraum um 43,8% an. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Januar 2006 um 2,9% höher als im Vorjahr. Signifikante Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr wurden außerdem bei folgenden Gütern festgestellt: Eisenerze (+ 68,8%), Rohkupfer (+ 63,3%), Rohkaffee (+ 30,1%), Nicht-Eisen-Metallerze (+ 25,1%) und Rohaluminium (+ 23,7%). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen unter anderem elektronische Bauelemente (- 20,3%) und Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 17,2%). Gegenüber Dezember 2005 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,9%. Die Preise für die Einfuhr von Erdgas zogen im Vormonatsvergleich weiter an (+ 6,1% nach + 2,4% im Dezember und + 3,2% im November 2005). Die Einfuhr von Mineralölerzeugnissen wurde ebenfalls teurer (+ 5,5%), nachdem die Preise in den Vormonaten gesunken waren (- 0,1% im Dezember, – 10,4% im November und – 3,2% im Oktober 2005). Bei den Mineralölerzeugnissen setzte sich insbesondere der Preisanstieg für Motorenbenzin verstärkt fort (+ 7,6% nach + 0,7% im Dezember und – 11,4% im November 2005). Die Preiserhöhung für rohes Erdöl war ebenfalls deutlich höher als im Dezember (+ 4,5% nach + 0,7% im Dezember und – 3,8% im November 2005). Im Gegensatz dazu verlangsamte sich der Preisanstieg bei Rohkaffee (+ 3,6% nach + 6,0% im Dezember 2005), bei Rohaluminium (+ 4,8% nach + 6,5% im Dezember und + 5,0% im November 2005) und bei Rohkupfer (+ 2,8% nach + 7,2% im Dezember und + 6,6% im November 2005). Elektronische Bauelemente wurden im Vormonatsvergleich billiger (- 2,9%), ebenso Steinkohle (- 1,9%) und Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 1,7%). Der Index der Ausfuhrpreise lag im Januar 2006 um 1,8% höher als im Januar 2005. Im Dezember und im November 2005 hatte die Jahresveränderungsrate + 1,9% beziehungsweise + 1,4% betragen. Gegenüber Dezember 2005 erhöhte sich der Ausfuhrpreisindex um 0,2%.
Weitere Auskünfte gibt: Marion Knauer, Telefon: (0611) 75-2302, E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de

