Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juli 2005 um 4,7% über dem Vorjahresstand. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit Januar 2001 (+ 5,2%). Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die seit Mitte Mai zu beobachtende Ölpreissteigerung auf dem Weltmarkt zurückzuführen. Im Juni 2005 hatte die Jahresveränderungsrate + 4,4% und im Mai 2005 + 2,2% betragen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse war im Juli 2005 um 1,2% höher als im Vorjahr.
Gegenüber Juni 2005 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,6%. Die Preise für die Einfuhr von rohem Erdöl erhöhten sich um 7,7% (Juni 2005: + 15,1%, Mai 2005: – 4,8%). Ähnliches gilt für die Preisentwicklung bei eingeführten Mineralölerzeugnissen (+ 7,2% nach + 13,2% im Juni 2005 und – 5,6% im Mai 2005), darunter insbesondere für die Einfuhr von Motorenbenzin (+ 12,2% nach + 12,3% im Juni 2005 und – 5,4% im Mai 2005). Für eingeführten Eisen- und Stahlschrott musste gegenüber Juni 2005 wieder mehr bezahlt werden (+ 7,9% nach – 14,8% im Vormonat). Dagegen fielen die Preise für die Einfuhr von Tomaten saisonbedingt um 10,9% (nach – 30,9% im Juni 2005), für Bananen um 10,8%, für Rohkaffee um 4,6% und für NE-Metallerze um 4,5% (nach + 6,8% im Juni 2005).
Starke Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Juli 2005 unter anderem bei folgenden Importgütern: Eisenerze (+ 70,5%), rohes Erdöl (+ 49,6%), Rohkaffee (+ 49,5%), Mineralölerzeugnisse (+ 43,6%), darunter insbesondere Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl (+ 52,8%), Erdgas (+ 38,3%), Tomaten (+ 36,5%), NE-Metallerze (+ 35,5%), Bananen (+ 26,6%), Rohkupfer (+ 26,6%) und synthetischer Kautschuk (+ 19,4%). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen unter anderem Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 22,4%), Eisen- und Stahlschrott (- 13,3%) sowie Rindfleisch (- 8,5%).
Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juli 2005 um 1,2% höher als im Juli 2004. Im Juni 2005 hatte die Jahresveränderungsrate + 1,1% betragen, im Mai 2005 + 0,7%. Gegenüber Juni 2005 stieg der Ausfuhrpreisindex um 0,2%.
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