Die Investitionsaktivitäten der deutschen Industrie verzeichneten im Jahr 2002 einen deutlichen Rückgang. Sie lagen nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes mit 50 Mrd. Euro um rund 11% unter dem Vorjahresniveau. Größter Investor waren mit 11,7 Mrd. Euro wiederum die Automobilhersteller, die ihr hohes Investitionsniveau aus dem Vorjahr halten konnten und über 23% aller Industrieinvestitionen durchführten. Ohne die Autobauer hätte die Industrie im Jahr 2002 einen Investitionsrückgang von über 14% gehabt.
Weitere wichtige Investoren waren 2002 die Chemische Industrie (6,5 Mrd. Euro/– 3,2% gegenüber 2001), der Maschinenbau (4,5 Mrd. Euro/– 8,2%), das Ernährungsgewerbe (4,2 Mrd. Euro/+ 3,8%) und die Hersteller von Metallerzeugnissen (3 Mrd. Euro/– 13,2%). Diese fünf Wirtschaftszweige führten mit zusammen 29,9 Mrd. Euro rund 60% aller Investitionen in der Industrie durch.
Die Investitionsentwicklung verlief in den alten und neuen Ländern unterschiedlich: Während die Betriebe im früheren Bundesgebiet 2002 rund 9% weniger investierten als im Vorjahr, lagen die Investitionsausgaben in den neuen Ländern 25% unter dem Vorjahresniveau.
Weitere Auskünfte erteilt: Peter Kraßnig, Tel. 0611-75-23 03, E-Mail: peter.krassnig@destatis.de

