Statistiken

Importpreise März 2008: + 5,7% gegenüber März 2007

Im Februar und im Januar 2008 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,9% eziehungsweise + 5,2% betragen.

Besonders hoch war im März 2008 die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern (+ 35,7%). Rohöl wurde im Vorjahresvergleich um 46,4% teurer, die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 36,6%. Kokereierzeugnisse verteuerten sich um 30,4%. Steinkohle trug mit einem Plus von 29,0% ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Bei Erdgas war ein Preisanstieg von 19,6% zu verzeichnen. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März 2008 um 1,5% über dem Stand von März 2007.

Im Nahrungsmittelsektor waren im März 2008 gegenüber März 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Getreide (+ 56,8%), Zitrusfrüchten (+ 32,6%), Milch und Milcherzeugnissen (+ 14,5%), Rohkakao (+ 10,0%) und Rohkaffee (+ 6,1%) zu beobachten.

Rindfleisch wurde um 28,1%, Geflügelfleisch um 11,5% teurer gekauft.

Im Chemiebereich wurde insbesondere für Düngemittel und Stickstoffverbindungen gegenüber dem Vorjahr mehr bezahlt (+ 43,2%).

Nicht-Eisen-Metallerze wurden gegenüber März 2007 zu 10,6% höheren Preisen importiert. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sanken dagegen um 1,3%. Während Edelmetalle und deren Halbzeug Preissteigerungen von 31,8% und Rohkupfer von 10,4% gegenüber dem Vorjahr aufwiesen, verbilligten sich im gleichen Zeitraum vor allem Nickel in Rohform (- 39,8%), Blei, Zink und Zinn in Rohform (- 17,6%) sowie Rohaluminium (- 8,1%).

Gegenüber Februar 2008 erhöhte sich der Einfuhrpreisindex um 0,4%. Im Vormonatsvergleich stiegen im März 2008 insbesondere die Preise für Energieträger (+ 2,5% wie im Vormonat, Januar 2008: + 1,8%).

Erdöl wurde um 3,2% teurer (nach + 2,4% im Februar 2008 und + 1,3% im Januar 2008), die Erdgaspreise lagen um 2,6% über dem Niveau des Vormonats (nach + 2,7% im Februar 2008 und + 5,7% im Januar 2008).

Auch die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen weiter (+ 3,9% nach + 3,2% im Februar 2008). Steinkohle verbilligte sich dagegen um 2,5% (nach + 5,3% im Februar 2008 und + 4,2% im Januar 2008).

Auf dem Rohstoffsektor verteuerten sich im März 2008 gegenüber dem Vormonat auch Nickel (+ 5,6%) und Eisenerze (+ 2,8%). Blei, Zink und Zinn in Rohform wurden dagegen wieder billiger (- 0,9%) nachdem sie im Februar vorübergehend um 3,9% teurer geworden waren.

Im Nahrungsmittelbereich verbilligte sich gegenüber Februar 2008 insbesondere Rohkaffee (- 9,1% nach + 8,3% im Februar 2008 und + 2,6% im Januar 2008). Auch die Einfuhrpreise für Milch und Milcherzeugnisse sanken um 1,8%. Sie sind seit November 2007 rückläufig.

Die Preise für den Import von Düngemitteln und Stickstoffverbindungen stiegen im Vormonatsvergleich um 8,2%. Seit Juli 2007 ist hier ein kontinuierlicher Preisanstieg festzustellen.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im März 2008 um 2,2% höher als im Vorjahr. Im Februar und im Januar 2008 hatte die Jahresteuerungsrate 2,2% beziehungsweise 1,8% betragen. Gegenüber Februar 2008 erhöhte sich der Ausfuhrpreisindex um 0,2%.

Eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de



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