Statistiken

774 000 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger in Deutschland

Rund zwei Drittel (66,3%) der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger (ohne Hebammen und Entbindungspfleger sowie Krankenpflegehelferinnen und -helfer) arbeiteten im Jahr 2008 in Krankenhäusern, 13,8% in der ambulanten und 8,6% in der (teil-)stationären Pflege. Zwischen 2000 und 2008 blieb ihre Beschäftigtenzahl im Krankenhausbereich fast konstant (+ 4 000 beziehungsweise + 0,9%). In ambulanten Pflegeeinrichtungen stieg sie dagegen um 35 000 beziehungsweise 48,8% und in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 13 000 beziehungsweise 24,8% an.

Ein Großteil der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sind teilzeit- oder geringfügig beschäftigt, im Jahr 2008 waren es 43,9%. Auffällig ist, dass vor allem die Frauen dieser Berufsgruppe (48,1%) davon betroffen waren, während bei ihren männlichen Kollegen die Quote der teilzeit- oder geringfügig Beschäftigten lediglich bei 18,5% lag. Bei den meisten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen war die Ausübung einer Teilzeit- beziehungsweise geringfügigen Beschäftigung eine bewusste Entscheidung: Nur 9,5% von ihnen gaben im Jahr 2008 als Hauptgrund an, keine Vollzeittätigkeit zu finden. In der Gesamtwirtschaft waren es 20,4%. Als Hauptgründe dominierten mit 66,6% die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen oder behinderten Personen sowie sonstige persönliche oder familiäre Verpflichtungen. In der Gesamtwirtschaft gaben dies 54,0% der weiblichen Teilzeit- beziehungsweise geringfügig Beschäftigten an.

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung muss zu allen Tages- und Nachtzeiten sichergestellt sein. Daher wird von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern große Arbeitsflexibilität verlangt. Sie waren besonders stark von ständiger, regelmäßiger oder gelegentlicher Samstagsarbeit (86,1%), Sonn- und/oder Feiertagsarbeit (84,3%), Abendarbeit (83,2%) und Nachtarbeit (59,1%) betroffen.

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger leiden besonders häufig unter arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen und Stress: Im Jahr 2007 gaben 16,0% von ihnen an, dass sie innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens ein arbeitsbedingtes Gesundheitsproblem hatten. Gelenk-, Knochen- oder Muskelbeschwerden und zwar insbesondere im Rückenbereich wurden als Hauptbeschwerden genannt. Zudem leidet das Wohlbefinden von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern im besonderen Ausmaß durch schwierige Körperhaltungen, Bewegungsabläufe oder Hantieren mit schweren Lasten (34,7%) sowie Zeitdruck und Arbeitsüberlastung (33,2%).

Im Jahr 2008 hatten 12,2% der im deutschen Gesundheitswesen beschäftigten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger eine eigene Migrationserfahrung. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft betrug dieser Anteil 14,4%.

Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.
Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Anja Afentakis,
Telefon: +49 611 75 8128,
E-Mail: gesundheitsrechensysteme@destatis.de



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