Im Verlauf der Wirtschafts- und Finanzkrise waren die Preise für Lufttransporte eingebrochen – im 3. Quartal 2009 waren sie um fast 40% niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Gegenüber dem zweiten Quartal 2010 stiegen die Preise im dritten Quartal 2010 durchschnittlich um 1,2%.
Zu Preiserhöhungen kam es im dritten Quartal 2010 verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal auf allen Flugrouten. Besonders deutlich stiegen die Frachtraten bei Flügen in die Republik Korea (+ 59,7%), nach China (+ 51,7%) und Mexiko (+ 43,1%) sowie nach Japan (+ 41,9%). Geringer fiel der Preisanstieg im Vergleich zum dritten Quartal 2009 für innereuropäische Luftfrachttransporte und für Transporte nach Australien aus. Hier lagen die Frachtraten um jeweils 13,3% höher.
Im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 blieben die Frachtraten im dritten Quartal 2010 – nach den recht deutlichen Erhöhungen in den Vorquartalen – im Durchschnitt relativ stabil. Allerdings kam es bei den einzelnen Flugzielen zu unterschiedlichen Entwicklungen. So stiegen die Frachtraten auf den Flugrouten nach Brasilien mit + 6,6% am stärksten. Die Preise für Luftfrachttransporte nach Kanada sind demgegenüber im Vorquartalsvergleich mit – 2,2% am deutlichsten gesunken.
Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen gewonnen. Detaillierte Indexergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Tiefer gegliederte Quartalsergebnisse können kostenfrei über die Tabelle Erzeugerpreisindizes für die Luftfracht (61311-0004) der GENESIS-Online-Datenbank des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden. Zusätzliche Hintergrundinformationen finden sich auf der Themenseite der Fachabteilung.
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