May-Britt und Edvard Moser
Körber-Stiftung/Friedrun Reinhold
May-Britt und Edvard Moser entdeckten in Experimenten mit Ratten bislang unbekannte Hirnnervenzellen, die den Nagern eine präzise Orientierung ermöglichen.
Sogenannte Rasterzellen teilen, zusammen mit anderen Orientierungs-Neuronen, den Raum in ein imaginäres Koordinatensystem aus »Längen- und Breitengraden« auf. Diese Informationen dienen dem Gehirn zum Errechnen mentaler Landkarten.
Damit konnten die beiden Hirnforscher vom Kavli Institute for Systems Neuroscience in Trondheim erstmals eine abstrakte Denkleistung auf zellulärer Ebene nachweisen.
Die Erkenntnisse könnten auch Alzheimerpatienten eines Tages helfen, ihren krankheitsbedingt eingeschränkten Orientierungssinn zu verbessern.
Einblick in ihre Forschungsarbeit geben die beiden Preisträger am
4. September um 16 Uhr in einer Körber Lecture zum Thema »Grid cells and the brain’s map of space» an der Universität Hamburg.
Der Körber-Preis wird in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben. Mit ihm werden jährlich herausragende, in Europa tätige Wissenschaftler ausgezeichnet. Prämiert werden exzellente und innovative Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial auf dem Weg zur Weltgeltung.
Mit Experten aus ganz Europa besetzte Auswahlgremien suchen nach geeigneten Preisträgerkandidaten, über die ein Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, entscheidet.
Seit 1985 hat die Körber-Stiftung für diesen Preis Mittel in Höhe von knapp 23 Mio. Euro ausgeschüttet.
Ausführliche Informationen und Fotos zu den Preisträgern unter:
www.koerber-preis.de



