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Kampf gegen „Betonkrebs“: DFG fördert Forschergruppe mit weiteren 2 Mio. Euro

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Verbund für weitere drei Jahre mit rund 2 Millionen Euro. Das Team um Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher erforscht, wie man Schäden durch die Alkali-Kieselsäure Reaktion – auch „Betonkrebs“ genannt – verhindern oder eingrenzen kann.

Einflüsse auf die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in erster Förderperiode erforscht

Dass die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Beton auftritt, ist seit etwa 100 Jahren bekannt. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind jedoch noch nicht hinreichend verstanden. In den ersten drei Jahren der Förderperiode hat die Forschergruppe Randbedingungen identifiziert, die die Alkali-Kieselsäure-Reaktion begünstigen.

Ständig überrollende LKW erzeugen im Lauf der Zeit feinste Risse im Betongefüge. Durch diese können alkalische Verbindungen eindringen – etwa aus den im Winter aufgebrachten Taumitteln – und die schädigende Reaktion massiv beschleunigen.

Ausgangsstoffe zielorientiert wählen und Restlebensdauer von geschädigten Straßen prognostizieren

In den kommenden drei Jahren wollen die Forscher neue Methoden entwickeln, um Schäden durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Zukunft weitgehend zu vermeiden. Konkret sollen die Verfahren helfen, die Betonausgangsstoffe auszuwählen, die Betonzusammensetzung festzulegen und die Betonfahrbahndecken optimal zu dimensionieren.

Dazu setzen die Forscher auf eine Kombination von numerischen Modellen und Experimenten. Sie entwickeln unter anderem Modelle, mit denen sie die Restlebensdauer von geschädigten Straßen vorhersagen können, und schlagen Maßnahmen vor, wie man geschädigte Straßen besser erhalten kann. Die Bochumer Gruppe kooperiert in der Forschergruppe „Alkali-Kieselsäure-Reaktionen in Betonbauteilen bei gleichzeitiger zyklischer Betrachtung und externer Alkalizufuhr“ mit Kollegen aus Weimar, Karlsruhe und Berlin.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher, Lehrstuhl für Baustofftechnik, Fakultät für Bauingenieurwesen der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22649, E-Mail: Rolf.Breitenbuecher@rub.de



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