Kürzlich wurde Professor Günther Schellong (Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und Onkologie) der Kinderkrebsnachsorge-Preis 2007 der Deutschen Kinderkrebsnachsorge (Stiftung für das chronisch kranke Kind) verliehen.
Mit dieser Auszeichnung werden speziell die Aktivitäten und Ergebnisse des Forschungs- und Nachsorgeprojekts zur Erfassung und Verhütung von Spätfolgen nach Behandlung des Hodgkin-Lymphoms im Kindes- und Jugendalter gewürdigt. Schellong war bis 1991 Direktor der Universitätskinderklinik Münster (Abteilung für Hämatologie und Onkologie) und hat über viele Jahre die bundesweiten Therapieoptimierungsstudien für das Hodgkin-Lymphom (einem Lymphknotenkrebs) geleitet. Mit über 90 Prozent konnten dabei so hohe Heilungsraten erreicht werden wie bei kaum einer anderen Krebserkrankung im Kindesalter.
Ein wichtiges Ziel dieser Therapiestudien war es, die Spätfolgen von Chemo- und Strahlentherapie soweit wie möglich zu verhindern. Schellong hat die über 1300 Langzeitüberlebenden der von ihm geleiteten Studien auch noch nach seiner Emeritierung bis weit in das Erwachsenenalter hinein verfolgt, um etwaige Spätfolgen zu erfassen und Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen für die weitere Verbesserung der Therapieverfahren und für die langfristige Nachsorge der Patienten zu ziehen.



