Prof. Dr. Michael Giersig, Leiter der Arbeitsgruppe Nanopartikeltechnologie bei der Stiftung caesar, wurde von der Technischen Universität Prag mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet und ist einer der Gewinner des Innovationswettbewerbs Medizintechnik 2007 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Die Technische Universität Prag würdigt mit der Auszeichnung die gute Zusammenarbeit mit Prof. Giersig seit 1989, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der Fakultät für „Nuclear Sciences and Physical Engineering“ geleistet hat. Aus dieser Zusammenarbeit gingen zahlreiche Publikationen in internationalen Journalen hervor.
Gemeinsam mit der Universität Bonn wurden im Rahmen des ERASMUS-Programms der EU mehrmonatige wissenschaftliche Austausche von Studierenden und Wissenschaftlern ermöglicht. Dabei wurden theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt, die u.a. den Einsatz von Nanostrukturen und Nanopartikeln im biomedizinischen Bereich möglich machen. Prof. Giersig: „Unseren Einsatz verstehen wir nicht nur rein wissenschaftlich, sondern auch als kleinen Beitrag zur Verstärkung der internationalen Kommunikation, insbesondere mit den neuen EU-Mitgliedstaaten.“
Gleichzeitig ist Prof. Giersig am Unternehmen GiLuPi GmbH beteiligt und einer der entscheidenden Technologiegeber. Das Unternehmen ist einer der Gewinner des Innovationswettbewerbes Medizintechnik 2007 des BMBF. GiLuPi entwickelt Katheter mittels Nanopartikeltechnologie, die mit einer Antikörperbeschichtung spezifische Zellen aus dem Blut fischen. Erstes Ziel ist ein diagnostisches Nanosensor-System, mit dem sich genetische Erkrankungen aufspüren lassen, z.B. das Down-Syndrom.
Zusätzlich wird diese Technologie nun ausgeweitet, um Krebsgeschwüre und Metastasen früher entdecken und besser behandeln zu können. Diese Entwicklung wird im Rahmen des Wettbewerbes mit 1,1 Mio. EUR gefördert. (weitere Informationen: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1784.php).



