Förderungen Preise

Forschungsarbeit zur Genexpressionsanalyse ausgezeichnet

Neue Perspektiven für Diagnostik und Prognostik in der Krebstherapie Gerhard-Domagk-Preis für Krebsforschung 2004 an Prof. Dr. Wolf-Karsten Hofmann, Berlin

Prof. Dr. Wolf-Karsten Hofmann von der Berliner Charité erhielt den Gerhard-Domagk-Preis für klinische und experimentelle Krebsforschung. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen einer Feierstunde im Hörsaal des Gerhard-Domagk-Instituts für Pathologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vom Institutsleiter Prof. Dr. Werner Böcker überreicht.

Prof. Hofmann erhielt den Preis für seine Arbeit zur Genexpressionsanalyse bei der Philadelphia-Chromosom-positiven (Ph+) akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL), einer bestimmten Form des Blutkrebses. Der 36-jährige Dresdner ist Professor für innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie an der Berliner Charité.

In seiner Arbeit untersucht Prof. Hofmann, wie durch Genexpressionsanalyse mit Mikroarrays bei Patienten mit dieser aggressiven Form der Leukämie die Resistenz auf ein bestimmtes, Erfolg versprechendes Medikament (ABL-Tyrosinkinaseinhibitor STI571 -Imatinib) geprüft werden kann. Bei Patienten, die dieses Medikament erhielten, konnte bislang erst nach mehrwöchiger Therapie festgestellt werden, ob der Patient auf die Behandlung anspricht oder – wie etwa 50 Prozent der Erkrankten – dagegen resistent ist.

Die Studie hat gezeigt, wie die Genexpressionsanalyse für die Vorhersage der Wirksamkeit von Medikamenten eingesetzt werden kann. Mit Hilfe der Mikroarraytechnik ist in Zukunft wahrscheinlich eine bessere und individualisierte Therapieplanung bei Patienten mit Tumorerkrankungen möglich.

Über den Domagk-Preis Der Preis ist nach dem Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 1939 und ehemaligen Hochschullehrer für Pathologie der Universitäten Münster und Greifswald, Prof. Dr. Gerhard Domagk (1895-1964) benannt. Er war mehr als 30 Jahre Forscher bei der Bayer AG. Die Auszeichnung wird von der Stiftung “Krebsforschung Prof. Dr. Gerhard Domagk” bei der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Bayer HealthCare AG, Leverkusen getragen und wird alle zwei Jahre verliehen.

Die Bayer HealthCare AG, ein Teilkonzern der Bayer AG, gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten und erzielte im Jahr 2003 einen Umsatz von etwa 8,9 Milliarden Euro.

Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Biologische Produkte, Consumer Care, Diagnostika Professional Testing-Systeme und Diagnostika Self Testing-Systeme sowie Pharma und beschäftigt weltweit 34.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Es ist unser Ziel, innovative Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

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